Im vergangenen Jahr hat die Schülerfirma ihre Bienen auch an der Blühwiese vor dem Schloss Kummerow platziert.
Im vergangenen Jahr hat die Schülerfirma ihre Bienen auch an der Blühwiese vor dem Schloss Kummerow platziert. Kirsten Gehrke
Für die Malchiner Schülerfirma „FlüssigGold“ sind Absatzmöglichkeiten für ihren Honig weg
Für die Malchiner Schülerfirma „FlüssigGold“ sind Absatzmöglichkeiten für ihren Honig weggebrochen. Jetzt suchen die Schüler nach Alternativen. Patrick Pleul
Bildung

Schülerfirma sucht Absatzmöglichkeit für eigenen Honig

Aufgrund der Corona-Pandemie sind viele Veranstaltungen ausgefallen, wo Malchiner Marcusschüler ihren Honig anbieten. Nun brauchen die Nachwuchs-Imker eine Absatz-Alternative.
Malchin

Die Bienen waren im vergangenen Jahr fleißig. Doch die Schülerfirma „FlüssigGold“ der Malchiner Siegfried-Marcus-Schule bleibt auf dem Honig sitzen. Wegen der Corona-Pandemie sind Absatzmöglichkeiten weggebrochen. Kein Tag der offenen Tür, kein Weihnachtskonzert, keine anderen Veranstaltungen, wo die Schüler normalerweise ihren Honig anbieten. Jetzt suchen sie nach Alternativen. Erste Unterstützung kommt aus dem Unternehmen Cargill, einem Mitglied des Regionalen Unternehmensnetzwerk Mecklenburgische Schweiz (RUN). Das Pektinwerk biete seinen Mitarbeitern den Honig in der Kantine an, heißt es. Eine Kooperation, die RUN begrüßt und auf weitere hofft. Denn zu der Marcusschule besteht ein enger Kontakt. Beide Seiten arbeiten gut zusammen, vor allem bei der Berufsorientierung.

Wird die Arbeit ausgebremst?

Seit zehn Jahren gebe es die Schülerfirma, die fünf Bienenvölker hat, aus denen Honig gewonnen werde. Bei vielen Veranstaltungen war der Imkernachwuchs präsent und vermarktete sein Produkt. Auch bei nationalen und regionalen Wettbewerben waren die Malchiner Schüler vertreten. Gleichzeitig seien sie an verschiedenen Umweltprojekten der Stadt beteiligt, wie bei Blühwiesen oder im „Hain der Bäume“, wo jedes Jahr der Baum des Jahres gepflanzt wird. Derzeit arbeiten 21 Mädchen und Jungen in der Schülerfirma mit. Doch seit Anfang Dezember werde ihre Arbeit ausgebremst, bedauert Arno Süssig. Er hatte als Lehrer und Imker einst „FlüssigGold“ mit für Schülern gegründet und kümmert sich jetzt auch als Pensionär weiter darum, zusammen mit zwei weiteren Imker-Kollegen.

Wegen Corona dürfen sie sich zur Zeit nachmittags nicht treffen. Dabei gäbe es einiges zu tun in Vorbereitung auf die nächste Honig-Saison, oder beim Abfüllen und Etikettieren. „Letztes Jahr hatten wir eine super Ernte“, so Süssig. Das habe anfangs gar nicht so ausgesehen, als es im April noch sehr kalt war. Erst zum Ende der Rapsblüte habe man aufgeholt. Rapshonig, Sommertracht und Linde mit Sommertracht konnten geerntet werden.

 

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