EX-MITARBEITER PACKT AUS

Schwere Vorwürfe gegen Bürgermeister-Kandidatin in Stavenhagen

Enrico Hardtke war bis in dieses Jahr hinein Mitarbeiter der Stavenhagener Stadtverwaltung. Dann verließ er plötzlich die Verwaltung. Das sind seine Gründe.
Eckhard Kruse Eckhard Kruse
Bis in dieses Jahr hinein hatte die Stavenhagener Verwaltung einen dritten Standesbeamten. Ob er auf eigenen Wunsch gegangen i
Bis in dieses Jahr hinein hatte die Stavenhagener Verwaltung einen dritten Standesbeamten. Ob er auf eigenen Wunsch gegangen ist oder nicht, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Eckhard Kruse
Die stellvertretende Bürgermeisterin, Berit Neumann, weist die Vorwürfe des ehemaligen Mitarbeiters zurück.
Die stellvertretende Bürgermeisterin, Berit Neumann, weist die Vorwürfe des ehemaligen Mitarbeiters zurück. Eckhard Kruse
Enrico Hardtke erhebt Vorwürfe gegen seinen alten Arbeitgeber.
Enrico Hardtke erhebt Vorwürfe gegen seinen alten Arbeitgeber. Eckhard Kruse
Bis in dieses Jahr hinein hatte die Stavenhagener Verwaltung einen dritten Standesbeamten. Ob er auf eigenen Wunsch gegangen i
Bis in dieses Jahr hinein hatte die Stavenhagener Verwaltung einen dritten Standesbeamten. Ob er auf eigenen Wunsch gegangen ist oder nicht, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Eckhard Kruse
Stavenhagen.

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Stavenhagener Stadtverwaltung erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen alten Arbeitgeber. Enrico Hardtke arbeitete in der Kämmerei und im Hauptamt. Er war zum dritten Standesbeamten bestellt, um die hauptamtliche Standesbeamtin Karin Köhler zu vertreten. In der Zukunft sollte er vielleicht einmal ihr Nachfolger werden. Aber dann verließ er in diesem Jahr plötzlich die Stadtverwaltung, was viele überraschte. Nun arbeitet er in der Altentreptower Verwaltung und wurde dort zum stellvertretenden Standesbeamten bestellt.

Auf seiner Facebookseite stellte Hardtke allerdings klar, dass er die Verwaltung nicht so ganz freiwillig verließ, wie die Bürgermeisterkandidatin und stellvertretende Bürgermeisterin, Berit Neumann (parteilos), im Nordkurier-Interview äußerte. Sie hatte gesagt, dass der Mitarbeiter ein Angebot zur Qualifizierung ausschlug und die Stadtverwaltung dann auf eigenen Wunsch verließ.

Berit Neumann: „Diese Worte sind nicht von mir”

Dem widerspricht Hardtke: „Ich habe die Verwaltung erst auf eigenen Wunsch verlassen, als es mir nahe gelegt worden ist.“ Dabei erinnerte er sich an Worte wie „leere Hülle ohne Herzblut“, „nicht dienstfähig“ und „sein Gesicht passt mir nicht“, die ihm gegenüber geäußert worden sein sollen. Erst wenn man sich so etwas über Monate antun muss, wähle man unwillkürlich einen anderen Weg, schrieb er. Von wem diese Worte stammen, gab er nicht preis. „Wer meinen Beitrag auf Facebook gelesen hat und meine Person kennt, weiß, es ist alles gesagt“, teilte er mit.

„Diese Worte sind nicht von mir“, betonte die stellvertretende Bürgermeisterin, die seit etwa einem Jahr die Amtsgeschäfte im Rathaus führt. Sie wisse auch nicht, wo solche Worte herkommen. „Ich weiß nicht, wie ein so junger Mann so etwas behaupten kann“, sagte Christine Buchmann, zweite Stellvertreterin des Bürgermeisters. Sie habe das Abschlussgespräch mit Enrico Hardtke geführt und seine Beurteilung geschrieben. „Ich kann mir nicht vorstellen, wo dieser Hass herkommt“, sagte Christine Buchmann.

Stavenhagen wählt neuen Bürgermeister

„Ich kann nicht bestätigen, dass solche Worte gefallen sind“, sagte Stadtpräsident Klaus Salewski (Die Linke). Die Stadtvertreter seien ohnehin nicht direkt in Personalangelegenheiten involviert. Dennoch habe er von gegenseitigen Vorwürfen zwischen dem ehemaligen Mitarbeiter und der stellvertretenden Bürgermeisterin gehört. Auch der Personalrat habe sich damit beschäftigt. Der Personalrat darf dazu aber nichts sagen: „Der Personalrat ist nach Paragraf 9 des Personalvertretungsgesetzes zur Verschwiegenheit verpflichtet“, erläuterte Personalratsmitglied Anja Vonthien.

Klaus Salewski bedauerte, dass „dreckige Wäsche“ gewaschen wird. Erst recht, weil es so kurz vor der Wahl des neuen Bürgermeisters ist. Denn am Sonntag küren die Stavenhagener entweder Berit Neumann oder Stefan Guzu (beide parteilos) zum neuen Stadtoberhaupt. „Ich habe den Eindruck, dass es eine gezielte Kampagne gegen Frau Neumann ist“, betonte Salewski. Die sei aus den hinteren Reihen gesteuert. Den vermeintlichen Strippenzieher nannte er aber nicht.

 

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