Unsere Themenseiten

:

Seltener Vogel: See-Dommel landet in der Stadtinfo

Die Künstlerin Friederike Antony (links) überreichte Monika Kröger (Mitte) und Maria Kleist von der Malchiner Stadtinformation die See-Dommel als kleine Ehrung.
Die Künstlerin Friederike Antony (links) überreichte Monika Kröger (Mitte) und Maria Kleist von der Malchiner Stadtinformation die See-Dommel als kleine Ehrung.
Torsten Bengelsdorf

Endlich einmal eine Urlauberbroschüre für alle Häfen rund um den Kummerower See. Für diese Arbeit haben die beiden Frauen des Malchiner Informationsbüros jetzt eine ungewöhnliche Auszeichnung bekommen.

Der Vogel ist sehr scheu und sogar in seinem angestammten Revier äußerst selten anzutreffen. Genau genommen ist die Kummerower See-Dommel erst ein einziges Mal aufgetaucht. Sie hat ihr „Nest“ jetzt in einem Anbau der Malchiner St. Johanniskirche bezogen, in der Sakristei, wo derzeit noch die Stadtinformation ihren Sitz hat. Die Kummerower See-Dommel ist natürlich gar kein richtiger Vogel, mehr ein Fabelwesen. Ein bisschen Bachstelze, Kranich und Gans, wie die Künstlerin Friederike Antony sagt. Nachdem sie im Sommer 2013 den Sommersdorfer Hafen mit einem bunten Fantasiefisch ausgezeichnet hatte, überreichte sie nun Monika Kröger und Maria Kleist von der Malchiner Stadtinformation die See-Dommel als kleine Ehrung. „Mich hat die Arbeit der beiden Frauen einfach beeindruckt. Nach unserem Treffen im vergangenen Herbst zum Tourismus am Kummerower See schien alles sehr unbeweglich. Es taten sich viele bürokratische Hürden auf“, berichtet Frau Antony. Die beiden Frauen in der Stadtinformation hätten dagegen sofort gehandelt und eine Broschüre mit allen Häfen und ihren Angeboten rund um den Kummerower See zusammengestellt. „Da haben wir nun etwas Fertiges für die nächste Saison“, so Frau Antony. Vielleicht gelinge es für das nächste Jahr, eine Broschüre mit wirklich allen Angeboten rund um den See herauszubringen.

„Die Urlauber wollen in der Tat mehr solche kompakten Broschüren und nicht so viele einzelne Flyer“, berichtete Monika Kröger von der Stadtinformation. In diesem Jahr wollen die beiden Frauen eine Radwege-Broschüre für die Umgebung von Malchin erarbeiten.

Im Frühjahr heißt es für die beiden Frauen aber erst einmal, die Koffer packen. Die Stadt hat den Mietvertrag für die Sakristei zum 31. Mai gekündigt (der Nordkurier berichtete). So schön der Standort für eine Stadtinfo auch sei, der Raum selbst habe auch Nachteile. Er sei für das viele Info-Material zu feucht, außerdem würden auch Toiletten fehlen. Die Stadtinfo soll dann ins Rathaus umziehen.