ENDE DER CORONA-ZWANGSPAUSE

So lief der Neustart in den Gaststätten der Mecklenburgischen Schweiz

Sieben Wochen lang durften Restaurants, Cafés und Eisdielen wegen des Coronavirus nicht öffnen. Seit dem Wochenende ist die Zwangspause aber vorbei.
Freuten sich am Sonntag, dass die Gastronomie endlich wieder loslegen kann: Erika und Leon Sauer ließen sich die Eisbech
Freuten sich am Sonntag, dass die Gastronomie endlich wieder loslegen kann: Erika und Leon Sauer ließen sich die Eisbecher im Eisgarten Grimm in Teterow schmecken. Torsten Bengelsdorf
Malchin.

Diesen Tag hatten Erika und Leon Sauer schon lange herbeigesehnt. Endlich mal wieder einen Eisbecher in aller Ruhe genießen. „Es wird Zeit, dass die Gaststätten nun wieder aufmachen dürfen“, meinte Leon Sauer, der mit seiner Frau zusammen am Sonntag den Teterower Eisgarten Grimm besuchte.

Nach sieben Wochen Zwangsschließung war der Neustart am Wochenende mit Bilderbuchwetter und Temperaturen bis zu 25 Grad ganz nach dem Geschmack der Café- und Eisgarten-Betreiber – obwohl es bei den vielen Schutzauflagen auch noch manche Unsicherheit gab. Muss das Personal nun auch Handschuhe tragen oder reicht ein Mundschutz? Was gilt draußen im Terrassenbetrieb? Erst im Laufe des Sonnabends gab es Antworten, als die Landesregierung endlich die Verordnung zur Gaststätten-Öffnung bekannt machte.

Ankündigung kam überraschend

Ohnehin kam für einige Gastwirte die Ankündigung, dass es nun wieder losgeht, ziemlich überraschend. Und so hatten am Wochenende längst noch nicht alle Gaststätten wieder geöffnet. „Unser Restaurant ist komplett runtergefahren, leider funktioniert es nicht, einfach nur den Schlüssel umzudrehen und weiter geht die ,Luzi‘“, heißt es etwa auf der Facebook-Seite der Teterower Stadtmühle. Kaum erwarten konnte Thomas Speer in der Ausflugsgaststätte an der Aalbude den Saisonstart, hatte er doch das Lokal gerade erst übernommen. „Es ist sehr gut angelaufen, auch wenn es natürlich für eine Ausflugsgaststätte etwas problematisch ist, die Adressen der Gäste aufzunehmen“, berichtete Speer. Manche Gäste hätten auch nachgefragt, warum denn einige Tische frei bleiben müssten.

+++ hier finden sie den Corona-Ratgeber +++

Für manchen Gast war alles noch sehr ungewohnt

„Wenn das so weitergeht wie an diesem Wochenende, dann haben wir Corona bald vergessen“, zeigte sich Gerhard Urbansky vom Café am Markt in Stavenhagen sehr zufrieden mit den ersten beiden Tagen. Für manchen Gast sei es noch etwas gewöhnungsbedürftig, sich nicht gleich an einen freien Tisch setzen zu können, weil ja erst alles desinfiziert werden müsse. Und auch mit dem Zettelschreiben tue sich mancher noch schwer. Es sei eben noch ungewohnt, Namen und Telefonnummer in der Gaststätte hinterlassen zu müssen.

Reservierungen zum Muttertag

Zum Muttertag hatte das Landhaus Levitzow viele Reservierungen. „Das hat auch gut funktioniert“, sagte Inhaberin Cornelia Brion ein. Für Gäste, die nicht vorbestellt haben, ist ein Schild aufgestellt: Sie werden platziert. „Die Gäste sind gut drauf und halten sich an die Regeln“, so die Landhaus-Wirtin. Das Personal trage Einweg-Masken, das sei auf längere Zeit aber ziemlich anstrengend.

Zufrieden zeigte sich am Sonntagnachmittag auch das Peene-Café im Malchiner Tourismushafen „Koesters Eck“. Es sei gut besucht und die Gäste kämen mit den Sicherheitsvorkehrungen klar. Ähnliches war aus dem „Deutschen Haus“ in Dargun zu hören.

 

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Malchin

Kommende Events in Malchin (Anzeige)

zur Homepage