ÜBUNG IM RATHAUS

So sieht es aus, wenn es im Rathaus Malchin brennt

Große Aufregung kurz vor Feierabend in der Malchiner Stadtverwaltung. Das komplette Rathaus musste wegen eines Feuers evakuiert werden. Für das Bauamt in der dritten Etage sah es zeitweise gar nicht gut aus.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Die Feuerwehrmänner Patrick und Pascal Höhne führten den Bauamtsmitarbeiter Robert Gellert in einer Rettungsflu
Die Feuerwehrmänner Patrick und Pascal Höhne führten den Bauamtsmitarbeiter Robert Gellert in einer Rettungsfluchthaube die Rathausetagen hinab. Eckhard Kruse
Die Rathausmitarbeiter versammelten sich zwischen Rathaus und Sparkasse.
Die Rathausmitarbeiter versammelten sich zwischen Rathaus und Sparkasse. Eckhard Kruse
Zwei Feuerwehrleute holten in der Übung mit der Drehleiter eine Mitarbeiterin aus dem Obergeschoss des Rathauses.
Zwei Feuerwehrleute holten in der Übung mit der Drehleiter eine Mitarbeiterin aus dem Obergeschoss des Rathauses. Eckhard Kruse
Die Feuerwehrmänner Patrick und Pascal Höhne führten den Bauamtsmitarbeiter Robert Gellert in einer Rettungsflu
Die Feuerwehrmänner Patrick und Pascal Höhne führten den Bauamtsmitarbeiter Robert Gellert in einer Rettungsfluchthaube die Rathausetagen hinab. Eckhard Kruse
Malchin.

Ein ohrenbetäubender Lärm ließ am Dienstagnachmittag um 16.31 Uhr das gesamte Rathaus aufschrecken. Im Erdgeschoss war ein Feuer ausgebrochen, die Alarmanlage schrillte unaufhörlich. Der Rauch verbreitete sich sehr schnell über das Treppenhaus. Aus der dritten Etage gab es schon bald kein Entkommen mehr, so dicht war der Qualm. Das war das Schreckens-Szenario am späten Dienstagnachmittag, das für eine Übung der Malchiner Feuerwehr herhalten musste. Eingeweiht war selbst Bürgermeister Axel Müller nicht. Zusammen mit etwa einem Dutzend weiteren Stadtbediensteten nahm Müller auf der Sparkassen-Seite Aufstellung zum Durchzählen.

Um 16.36 Uhr trafen ein Löschfahrzeug 16/12 und das Drehleiter-Fahrzeug am Rathaus ein. Zu dem Zeitpunkt war klar, dass sich die Mitarbeiter des Bauamtes in der dritten Etage in höchster Gefahr befinden. Die Drehleiter fuhr den Rettungskorb aus und nahm eine Person vom oberen Notausstieg auf. „Die Männer haben sich um mich gekümmert und mir genau gesagt, was ich zu tun habe. Ich habe mich immer sicher gefühlt“, berichtete Auszubildende Elies-Lea Huth, als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

„Wir wollen mit der Übung auch sehen, inwieweit die verantwortlichen Amtsleiter auch an die Besucher im Haus denken und sie mit nach draußen nehmen“, erklärte Wehrführer René Giese. Patrick und Pascal Höhne holten unterdessen unter Atemschutz einen weiteren Mitarbeiter des Bauamts aus dem Obergeschoss. „So lange habe ich die Treppen noch nie hinunter gebraucht“, meinte Robert Gellert, als er die rettende Fluchthaube wieder ablegen konnte.

Einige seiner Kollegen waren dagegen offenbar einfach wieder an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt, als es hieß, dass sie die Treppe nicht mehr benutzen können. „Sie hätten sich eigentlich an den Fenstern bemerkbar machen müssen. Das hat mir hier gefehlt“, merkte Wehrführer Giese kritisch an.

Nachgebessert hatte das Rathaus beim Notausstieg in der oberen Etage – einem Fenster, das eigentlich für diese Funktion viel zu klein ist, das aber ein Seitengeländer bekommen hatte, so dass die Rettung hier sicherer abläuft.

Nach etwa einer halben Stunde war der Einsatz mit elf Kameraden beendet. „Verluste“ waren keine zu beklagen. Zumindest laut Übungsszenario nicht.

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