ZUFAHRT INS GEWERBEGEBIET DICHT

Sperrung der B 108 macht Firmen zu schaffen

Auf der B 108 wird gebaut. Die Vollsperrung trifft etliche Firmen am Bocksbergweg hart. Besonders wenn nun die Zufahrt zur Stadt abgeschnitten ist.
Eberhard Rogmann Eberhard Rogmann
Meter um Meter schiebt sich die Maschine voran und hinterlässt das Asphaltband der neuen Fahrbahn.
Meter um Meter schiebt sich die Maschine voran und hinterlässt das Asphaltband der neuen Fahrbahn. Eberhard Rogmann
Teterow.

Der Weg zur Arbeit ist für Gundula Steguweit dieser Tage beschwerlich. Wegen des Straßenbaus auf der B 108 ist das Gewerbegebiet Bocksbergweg am Stadtrand von Teterow über die Bundesstraße nur eingeschränkt erreichbar. Die nördliche Zufahrt war in den vergangenen Tagen total gesperrt. „Ich fahre von Thürkow über Appelhagen. Aber auf dem einspurigen Plattenweg ist das kein Vergnügen, wenn vor dir ein Bus und ein Laster sind und dann noch reger Gegenverkehr herrscht“, sagt sie.

Am Ziel, dem EGN-Baumarkt, ist die Folge der Straßensperrung offenkundig. Der Parkplatz ist nahezu leer. Nur vereinzelt sind Kunden in den Gängen des Marktes auszumachen. Zwar mussten einige Auslieferungen abgesagt werden, doch der Markt bleibt geöffnet.

Mitarbeiter kommen zu Fuß

Der stark gedrosselte Kundenstrom ist auch im benachbarten Autohaus FSN zu spüren. „Im Oktober ist eigentlich Hochbetrieb. Da kommen zusätzlich viele Kunden zum Reifenwechsel. Doch angesichts der Umstände warten sie jetzt lieber“, sagt Jens Neubauer.

Nicht so einfach ist die Situation für den Unternehmer Winfried Gerhardt. Seine Firma ist mit Abbruch, Bauschuttrecycling und Umwelttechnik befasst und das erfordert naturgemäß schwere Maschinen und große Fahrzeuge. „Wir sind hier jetzt abgeschnitten. Die Fahrzeuge stellen wir in der Stadt ab. Die Stadtwerke haben uns Flächen zur Verfügung gestellt. Die Mitarbeiter im Büro parken am Famila-Markt und kommen zu Fuß rüber“, beschreibt Gerhardt sein Arrangement mit der Situation.

Straßenbauer wollen bis zum Wochenende fertig sein

Das größte Unternehmen im Gewerbegebiet ist Miltenyi Biotech. Knapp 300 Leute arbeiten hier. Sie kommen nicht nur aus Teterow, sondern selbst aus Rostock. Doch der Parkplatz ist wie immer belegt. Die Mitarbeiter wurden informiert und hätten sich wohl darauf eingestellt. „Probleme hat es bisher nicht gegeben. Das trifft auch für den Lieferverkehr zu“, gibt Torsten Raths, Leiter Facility, Auskunft. Er geht davon aus, dass es so bleiben wird. Denn von Mittwoch an ist die nördliche Zufahrt ins Gewerbegebiet wieder offen. Dafür wird die südliche Zufahrt gesperrt.

Das ist eine kritische Situation für die Kantine im BMTT. Denn aus der Stadt werden sich dann wohl keine Mittagsgäste einstellen. Da bleibe nur zu hoffen, dass Miltenyi in voller Besetzung arbeitet. Von dort komme das Gros zum Mittag. Nach einem Schlupfloch sucht man noch für die Auslieferung des Essen an die Kita „Nordlichter“. Über Thürkow und Appelhagen zu fahren, dauere viel länger.

Die Straßenbauer lassen derweil ihre Maschinen rollen. Die Wetteraussichten sind perfekt, sodass die Straße wie geplant bis zum Wochenende fertig sein kann.

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