Die Stundenkosten der Zweifelderhalle belaufen sich auf fast 87 Euro je Stunde. Der Sozialausschuss schlug nun ein Entgelt von
Die Stundenkosten der Zweifelderhalle belaufen sich auf fast 87 Euro je Stunde. Der Sozialausschuss schlug nun ein Entgelt von 40 Euro für erwachsene Sportgruppen aus Stavenhagen vor. Zuvor waren es 15 Euro. Eckhard Kruse
Die Sporthalle in der Straße des Friedens: Hier sollen erwachsene Stavenhagener Sportler 15 Euro statt bisher 10 Euro pr
Die Sporthalle in der Straße des Friedens: Hier sollen erwachsene Stavenhagener Sportler 15 Euro statt bisher 10 Euro pro Stunde zahlen. Eckhard Kruse
Gebühren

Sporthallennutzung soll deutlich teurer werden

Lange Jahre mussten Stavenhagener Sportgruppen und andere Nutzer nur 5 Euro, 10 Euro oder 15 Euro je Stunde für die verschiedenen Turnhallen bezahlen. Das reicht bald nicht mehr.
Stavenhagen

Die Sporthallennutzung für den Kinder- und Jugendvereinssport in Stavenhagen soll weiter kostenfrei bleiben. Die erwachsenen Vereinsmitglieder, alle anderen Nutzer der drei städtischen Turnhallen und neuerdings auch die bisher kostenfrei gestellten Kitas werden sich nach der Neukalkulation der Preise indes auf steigende Entgelte einstellen müssen. Selbst Kämmerin Berit Neumann sprach nach der Kalkulation von einem „enorm hohen Stundensatz“. Am Donnerstag, 16. Dezember, um 19 Uhr sollen die Stadtvertreter nun in der Aula der Gesamtschule beschließen, welchen Betrag davon die Vereine und andere Nutzer aufbringen sollen.

Der Sozialausschuss beriet in seiner Sitzung sehr sorgfältig, welche Preise für Vereine, sonstige Nutzer und Gewerbe zumutbar sind. Der Finanzausschuss fasste zu diesen Entgelten keinen Beschluss, weil man in den Fraktionen und vielleicht mit Vereinen erst noch einmal beraten wollte. Und auch im Hauptausschuss gab es noch kein Ja oder Nein, war von Bürgermeister Stefan Guzu (parteilos) zu erfahren. Allen ist offenbar klar, dass dieses Thema ein heißes Eisen ist.

Alte Preise mussten neu kalkuliert werden

Klar ist dennoch, dass die Entgelte steigen werden. Denn die alten Preise von 2015 mussten mit der Haushaltskonsolidierung und dem Sparkonzept neu kalkuliert worden, heißt es von der Stadt. Man ermittelte für die Zweifelderhalle Jahreskosten von 253 807 Euro, für die Sporthalle in der Straße des Friedens 59  322  Euro und für die Grundschulturnhalle in der Goethestraße von 36  941 Euro. Daraus wurden Stundenkosten für die Zweifeldsporthalle von 86,94 Euro errechnet. In der Straße des Friedens betragen sie 24,75 Euro. An der Grundschule wären das nach der Kalkulation 20,77 Euro je Stunde.

Das sind aber längst nicht die Preise, mit denen die Stadtvertreter am Donnerstag in die Beratung gehen. Die Stadtverwaltung führt dabei verschiedene Benutzergruppen ein, um die Entgelte besser an die Nutzung anpassen zu können. Kinder und Jugendliche zählen zur kostenfreien Gruppe 1. Erwachsene Sportgruppen aus Stavenhagen (Benutzergruppe 2) sollen statt der gewohnten 15 Euro nun 40 Euro je Stunde für den Sport in der gesamten Zweifelderhalle zahlen. Das wäre fast das Dreifache. Auswärtige Sportler, Krankenkassen, Kitas und Tagesmütter (Benutzergruppe 3) müssten statt 15 Euro nun mit einem Stundensatz von 55 Euro rechnen. Bei gewerblichen Veranstaltungen (Benutzergruppe 4) wären 100 Euro pro Stunde zu begleichen. Dabei sollen noch Abstufungen eingeführt werden, wenn nur eine Hälfte der Halle genutzt wird. Dann wären es nur 15, 20 oder 45 Euro.

Eine Erhühung um 50 Prozent

Wer bisher in der kleinen Halle in der Straße des Friedens für 10 Euro Sport getrieben hat, der muss künftig 15 Euro pro Stunde für seine erwachsene Sportgruppe aus der Stadt bezahlen. Das würde eine Erhöhung um 50 Prozent bedeuten. Andere Sportler und Kitas sollen mit 20 Euro das Doppelte begleichen. Bei gewerblichen Veranstaltungen wäre mit 30 Euro das Dreifache fällig. In der Grundschulturnhalle muss man sich vom einheitlichen Preis von 5 Euro je Stunde verabschieden. Hier würden es künftig nach den drei Benutzergruppen 10, 15, 21 Euro je Stunde sein.

Für die Turnhalle in der Goethestraße, die dem Verein „Budokan Torite“ zur Nutzung übergeben wurde, habe es in der Vergangenheit keine Entgelte gegeben, erläuterte die Kämmerin. Im Sozialausschuss meinte man, dass diese Halle weiter von Zahlungen ausgenommen bleiben soll.

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