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Polizei ermittelt gegen fünf Neonazis

Nachdem zwei Polizisten die Flüchtlinge schützten, wurden sie selber zum Ziel der rechtsextremen Angreifer.
Nachdem zwei Polizisten die Flüchtlinge schützten, wurden sie selber zum Ziel der rechtsextremen Angreifer.
Patrick Pleul

Es sollte ein friedliches Dorffest werden. Dann gingen fünf Rechtsextreme auf Flüchtlinge und Polizisten los. Sie entkamen zwar, doch es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Ermittler sie schnappen.

Wie ein Polizeisprecher am Montag in Rostock sagte, werden fünf Männer gesucht, die der regionalen rechten Szene angehören sollen. Zeugen hätten die angetrunkenen Täter als Einheimische erkannt, jetzt würden ihre Namen ermittelt.

Das Quintett soll in der Nacht zu Sonntag beim Dorffest in Sukow-Marienhof eine Gruppe von sieben Asylbewerbern aus Albanien und Ägypten erst umringt haben. Dann habe einer von ihnen einem Flüchtling einen Kopfstoß versetzt, wie die Polizei mitteilte.

Zwei Polizisten und mehrere Bürger verhinderten weitere Auseinandersetzungen, so dass die Migranten schadlos zu ihrer Unterkunft gelangten. Die Polizisten, die dann selbst angegriffen wurden, konnten sich mit Reizgas wehren und riefen Verstärkung. Als diese eintraf, waren die Tatverdächtigen aber bereits geflüchtet.

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