Kunst am Bau
Stadt Teterow muss nun für ein Aushängeschild zahlen

Die Figurengruppe von Moritz Götze durfte aus Denkmalschutzgründen nicht direkt am Bahnhofsgebäude angebracht werden. Deshalb muss Teterow nun zahlen.
Die Figurengruppe von Moritz Götze durfte aus Denkmalschutzgründen nicht direkt am Bahnhofsgebäude angebracht werden. Deshalb muss Teterow nun zahlen.
Simone Pagenkopf

Das Landesförderinstitut hat den Einsatz von Städtebaufördermitteln am Bahnhof geprüft – und stimmte nicht bei allem zu.

Keine Frage, es ist ein Hingucker und es macht neugierig. Gemeint ist das Aushängeschild für die Teterower Galerie an der Bahnhofsfassade. Der international erfolgreiche Pop-Art-Künstler Moritz Götze hat es geschaffen. Und das schon im Sommer 2015. Seither hat es nicht nur unzählige Besucher in die Galerie gelockt, es avancierte auch zu einem der beliebtesten Fotomotive in der Stadt.

Jetzt mussten die Teterower dafür aber doch noch ins Stadtsäckel greifen. Nach abschließender Prüfung der Sanierung des ehemaligen Bahnhofsgebäudes stellte das Landesförderinstitut fest, dass nicht alles, was gedacht, auch wirklich förderfähig ist. Die Kunst am Bau gehört in diesem Fall dazu. Insgesamt muss die Stadt rund 42 000 Euro ins Sanierungsvermögen zahlen.

Geld fließt in Sondervermögen

Ein Teil davon ist für die kunstvolle Figurengruppe am Eingang zur Galerie. Dieses außergewöhnliche Aushängeschild wurde sich seinerzeit extra ausgedacht, weil die Fassade des ehemaligen Bahnhofs denkmalgeschützt ist und nichts unmittelbar daran angebracht werden durfte.

Akzeptiert wurde es als Kunst am Bau in der Form nun aber doch nicht, weil es nicht fest am Gebäude verankert ist, man könnte es ja wieder abschrauben, hieß es auf der Sitzung der Stadtvertreter. Auch, dass es müßig sei, in Widerspruch zu gehen. Das Geld bleibe ja bei der Stadt, es geht ins städtebauliche Sondervermögen.