Winterruhe ist eingezogen in Teterows Kleingartenanlagen. Der Streit mit dem Güstrower Kreisverband geht aber weiter.
Winterruhe ist eingezogen in Teterows Kleingartenanlagen. Der Streit mit dem Güstrower Kreisverband geht aber weiter. Thomas Koch
Gartenstreit

Stadt Teterow soll den Güstrower Kleingarten-Verband abmahnen

Teterows Stadtvertreter haben den Bürgermeister beauftragt, dem Kreisverband der Gartenfreunde eine Abmahnung auszusprechen. Sie sehen beim Verband Pflichtverletzungen.
Teterow

Der Güstrower Kreisverband der Gartenfreunde bekommt in diesen Tagen Post von Teterows Bürgermeister Andreas Lange. Den Brief an den Verband in der Kreisstadt vom Landkreis Rostock verfasst er allerdings nicht aus freien Stücken, sondern weil er vor wenigen Tagen von seinen Stadtvertretern dazu beauftragt wurde. Mit großer Mehrheit haben die Abgeordneten beschlossen, dem Güstrower Verband eine Abmahnung auszusprechen.

Verband soll zum Handeln bewegt werden

Seit Jahren hat die Stadt Teterow mit den Verband aus der Kreisstadt einen Generalpachtvertrag für die Gartenanlagen in der Bergringstadt. Seit Monaten schon liegen Teterows Kleingärtner im Dauerclinch mit dem Verband, immer wieder hat das Thema in den zurückliegenden Wochen auch die Stadtvertretung beschäftigt. Den Güstrowern wird vorgeworfen, dass sie ihren im Pachtvertrag festgeschriebenen Pflichten nicht wie gefordert nachkommen. Und weil das aus Sicht der Kleingärtner und nach Meinung der Stadtvertreter nicht mehr hinzunehmen ist, soll jetzt mit einer Abmahnung der Finger in die Wunde gelegt und der Verband zum Handeln bewegt werden.

Vermüllung der Kleingärten als großes Problem

Darum konkret geht es: Eine Sorge, die Teterows Laubenpieper besonders bedrückt und mehr und mehr für Unmut sorgt, ist die zunehmende Vermüllung in vielen Kleingartenanlagen. Der Verband komme seiner Aufsichts- und Kontrollpflicht hier nicht nach und lasse diese Zustände einfach zu, beklagen sich die Kleingärtner. Der Stadtvertreter Mathias Schmitus (AfD-Fraktion) hat gefordert, dass der Verband die Protokolle vorlegen soll, wann und wie oft die Güstrower die Zustände in den Teterower Gartenanlagen dokumentiert und was sie konkret dagegen getan haben. Querelen zwischen dem Güstrower Verband und den Teterower Vereinen gebe es auch bei der Neuaufnahme von Mitgliedern oder wenn Kleingärtner ihre Pachtverträge kündigen wollen. Im Jahr 2021 seien mehrere Verpachtungen nicht zustande gekommen, weil der Kreisverband seiner Zuständigkeit nicht nachgekommen sei, kritisieren Teterows Stadtvertreter. Die Abmahnung soll der Bürgermeister innerhalb von vier Wochen aussprechen. Das heißt, dass das Schreiben des Bürgermeisters noch vor Jahresfrist im Briefkasten des Güstrower Kreisverbandes landet.

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