FRAGEN AN ERKRANKTEN BÜRGERMEISTER

Stadtvertreter wollen Klarheit zu Bernd Mahnke

Der Stavenhagener Bürgermeister Bernd Mahnke ist seit Ende November krankgeschrieben. Wie es weitergeht, weiß niemand. Die Stadtvertreter fordern aber Antworten.
Eckhard Kruse Eckhard Kruse
Seit November meldet sich der Bernd Mahnke immer wieder für zwei Wochen krank. Ob er eine Kur plant, um seine Krankheit zu besiegen, das weiß niemand.
Seit November meldet sich der Bernd Mahnke immer wieder für zwei Wochen krank. Ob er eine Kur plant, um seine Krankheit zu besiegen, das weiß niemand. (Archivbild) Eckhard Kruse
Stavenhagen.

Der Januar 2019 ist nun schon zur Hälfte vorüber. Doch der Stavenhagener Bürgermeister Bernd Mahnke (parteilos) wurde trotzdem noch nicht an seinem Arbeitsplatz im Schloss gesehen. Nach seiner Alkoholfahrt Ende November ist er weiter krankgeschrieben. Die Krankschreibung werde von seinem Hausarzt immer um zwei Wochen verlängert, informierte Stadtpräsident Klaus Salewski (Die Linke). Mehr wüssten die Abgeordneten und auch die Verwaltung bislang nicht.

Die Verwaltung sei auch gar nicht in die schwierigen Gespräche um die Zukunft des Bürgermeisters eingebunden, sagte Salewski. „Ansonsten würde es neue Konflikte geben.“ Die Stadtvertretung sei ja auch die Dienstvorgesetzte des Bürgermeisters, ergänzte Detlef Hein, stellvertretender Stadtpräsident (Bürgergemeinschaft).

Keine Amtsenthebung angestrebt

Damit gibt es in der Stadt aber weiterhin keine Klarheit, wie es an der Verwaltungsspitze weitergeht. Niemand weiß, ob Bernd Mahnke seine ernsthafte Erkrankung, die er im Dezember selbst eingeräumt hatte, tatsächlich besiegen will und eine entsprechende Kur besuchen wird, damit er in einigen Monaten wieder seinen Dienst tun kann. Es wäre auch möglich, dass Mahnke so eine Kur ablehnt oder sich schon einen Termin für einen Abschied aus dem Bürgermeisteramt überlegt hat. Das alles weiß man nicht. Der Bürgermeister äußerte sich bisher auch nicht dazu.

Klaus Salewski will aber bei einem Krankenbesuch erneut einen Versuch unternehmen, mit dem Stadtoberhaupt zu sprechen. Er ist recht optimistisch, dass man sich verständigen kann. Andernfalls könnte es passieren, dass in der Stadtvertretersitzung am Donnerstag dieser Woche ein Punkt „Personalangelegenheiten“ im nichtöffentlichen Teil beraten wird. Der steht momentan schon auf der Tagesordnung. „Doch dieser Punkt ist noch nicht reif“, betonte Salewski. Er könne auch wieder abgesetzt werden.

Stillstand sorgt für Kandidaten-Zuwachs

Worum es beim Punkt Personalangelegenheiten gehen könnte, das sagte Salewski nicht. Er verwies auf die Nichtöffentlichkeit. Doch nach Nordkurier-Informationen will man den Bürgermeister per Beschluss auffordern, sich zu seinen Plänen zu äußern – dann möglicherweise auch schriftlich. Um ein Verfahren zur Amtsenthebung soll es laut Salewski nicht gehen.

Die Situation um den Bürgermeister sorgt derzeit auch für einen Kandidaten-Zuwachs für die anstehenden Kommunalwahlen. „In der Stavenhagener CDU herrscht momentan eine große Unzufriedenheit mit dieser Situation“, sagte Norbert Köhler, Vorsitzender des CDU-Regionalverbands „Amt Stavenhagen“. Durch die längere Krankheit von Bernd Mahnke gebe es einen Stillstand, der Stavenhagen nicht gut tue, meinte Köhler. Dabei gebe es viele Probleme in der Stadt, die angepackt werden müssten. Er nannte als Beispiel die Diskussion um den Vereinssportlehrer, für den der Stavenhagener Sportverein einen Zuschuss aus der Stadtkasse beantragt hatte. „Da ist noch nichts geklärt.“ So stieg die Zahl der CDU-Kandidaten von sieben (2014) auf aktuell zehn an. Einige neue Gesichter seien dazu gekommen.

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