BAULAND BLEIBT RAR

Startschuss für Wohnungsbau am Bahnhof Teterow

im Umland des Teterower Bahnhofs wird die nächste Baustelle aufgemacht. Hier ist die Neugestaltung in großem Stil offensichtlich. Doch das täuscht nicht über einen Mangel hinweg.
Eberhard Rogmann Eberhard Rogmann
Der Bagger leistet ganze Arbeit. Innerhalb weniger Tage ist das Areal um das Gebäude Niels-Stensen-Straße 20 ber&au
Der Bagger leistet ganze Arbeit. Innerhalb weniger Tage ist das Areal um das Gebäude Niels-Stensen-Straße 20 beräumt. Das Wohnhaus wird saniert und erhält einen Anbau. Eberhard Rogmann
Teterow.

Bauarbeiter beräumen derzeit das Areal rund um das einzeln stehende Wohnhaus in der Niels-Stensen-Straße 20. Die Teterower Wohnungsgesellschaft beabsichtigt, das Gebäude zu sanieren. Darüber hinaus soll auf der Fläche ein Neubau errichtet werden. Beide Bauwerke werden über ein gemeinsames Treppenhaus verbunden. Zwölf Wohnungen sollen den vorliegenden Planungen zufolge hier entstehen. „Jetzt sieht man erst, dass das hier attraktives Bauland ist“, sinniert ein Beobachter am Straßenrand.

Wohl wissend, dass Bauland derzeit rar ist in der Bergringstadt. Erst wenige Tage zuvor hatte der Stadtvertreter Mathias Schmitus (AfD) dieses Thema angesprochen. „Wo können Bauwillige sich eigentlich kundig machen über verfügbare Bauplätze in der Stadt?“ wollte er von der Verwaltung wissen und ergänzte: „Gibt es eine Bedarfsanalyse und konkrete Zahlen?“ Das verneinte Bürgermeister Andreas Lange. Er verwies auf den Wohnungsmarkt. „Es gibt private Anbieter, die Wohnungsbaugenossenschaft und die Wohnungsgesellschaft. Das ist keine Sache der Stadt.“

Konzept ist veraltet

Dennoch räumte Lange ein, dass die Verwaltung die Erschließung potenzieller Standorte für den Wohnungsbau auf der Agenda habe. Das ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass die größeren Areale für Wohnungsbau derzeit ausgereizt sind. Das letzte erschlossene Gebiet „Am Stubbenbruch“ wird in diesen Wochen bezogen. Vereinzelt laufen Lückenbebauungen. So in der Neukalener, der Otimar- und der Schulstraße. Das städtische Entwicklungskonzept muss dringend aktualisiert und überarbeitet werden, stellte der Bürgermeister fest. In dem vorliegenden Konzept sei noch die Rede davon, mehrere hundert Wohnungen abzureißen, führte er als Argument ist Feld. Davon könne keine Rede sein.

Allerdings dämpfte das Stadtoberhaupt Erwartungen, dass umgehend ein neues Konzept geschmiedet werde. Er verwies auf parallel laufende Entwicklungen. So erarbeite der Landkreis Rostock eine Sozialraumplanung. Ebenso werde an dem kreislichen Pflegesozialplan nachgebessert. Die Stadt sei in diese Prozesse eingebunden und arbeite mit dem Landkreis zusammen, informierte der Bürgermeister. In diesem Kontext werde auch die Thematik künftiger Eigenheimstandorte in der Stadt weiter verfolgt, versicherte er.

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