VANDALISMUS

Stavenhagen hofft auf mehr Polizeistreifen

Einen Täter für die neun zerkratzen Pkw in Stavenhagen hat die Polizei noch nicht gefunden. Auffällig ist aber, dass die dunklen Autos stärker beschädigt wurden als die hell lackierten Pkw.
Ein vollkommen zerkratzte Autotür am Erich-Lübbert-Weg.
Ein vollkommen zerkratzte Autotür am Erich-Lübbert-Weg. Eckhard Kruse
Die beschädigten Autos waren am Ernst-Lübbert-Weg und in zwei angrenzenden Straßen abgestellt.
Die beschädigten Autos waren am Ernst-Lübbert-Weg und in zwei angrenzenden Straßen abgestellt. Eckhard Kruse
Betroffen waren auch Pkw in der Ivenacker Straße.
Betroffen waren auch Pkw in der Ivenacker Straße. Eckhard Kruse
Stavenhagen.

Wer die neun Stavenhagener Autos am Ernst-Lübbert-Weg, am Franzosenweg und in der Ivenacker Straße zerkratzt haben könnte, das kann die Polizei noch nicht sagen. „Wir haben noch keinen Tatverdächtigen“, sagte Claudia Tupeit, Sprecherin des Polizeipräsidium in Neubrandenburg. Der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion ermittle aber weiter. Der ist zuständig, weil auch einige Hakenkreuze und Siegrunen in den Fahrzeuglack geritzt wurden.

Die Pkw waren zwischen Dienstag 18 Uhr auf Mittwoch 9.30 Uhr von einem oder mehreren unbekannten Tätern demoliert worden. Bei manchen sind eine Tür zerkratzt, bei anderen eine ganze Seite, bei einem Auto noch dazu die Motorhaube. Claudia Tupeit geht aber nicht davon aus, dass die Täter etwas gegen einen bestimmten Fahrzeugtyp hatten. Denn es seien Pkw von acht verschiedene Marken mit einem scharfen Gegenstand beschädigt worden. Nach den beiden am Donnerstag nachgemeldeten Pkw liege der Gesamtschaden nun bei 4200 Euro.

Vor allem dunkle Pkw betroffen

Malermeister Gisbert Roloff in der Ivenacker Straße ist einer der Geschädigten. Sein eigenes Auto und auch der gerade einmal zwei Wochen alte Wagen seiner Frau hätten in der besagten Nacht auf der Straße gestanden. Die Versicherung habe den Schaden schon aufgenommen. Er würde den Schaden auch ersetzt kriegen. „Doch dann werden wir hochgestuft“, sagte er.

Aufgefallen ist ihm aber, dass die Täter sich vor allem über die dunklen Pkw hergemacht haben. „Bei den hellen Autos war nicht so gut zu sehen, was sie eingeritzt haben“, sagte Roloff. Deswegen seien die schwarzen und blauen Autos stärker beschädigt. Mit einem weiteren Anlieger ist er sich sicher: „Das können nur Kinder gewesen sein.“

Kontakt zum Polizeirevier

Im Januar dieses Jahres waren schon einmal zwei 14-jährige Jungen erwischt worden, die Graffiti und ebenfalls verfassungsfeindliche Symbole an Häusern, Garagentor und auch an einem Auto in der Weberstraße hinterlassen haben. Sie hatten aber einen Stift oder Spray verwendet. Im April war bereits der Lack eines Pkw Audi in der Niels-Stensen-Straße in Stavenhagen zerkratzt worden. Und in der Nachbarstadt Malchin waren im Mai 2019 gleich 25 Pkw zerkratzt worden.

„Wir haben in der Verwaltung schon oft darüber diskutiert, was man gegen solchen Vandalismus tun kann“, sagte der Stavenhagener Bürgermeister Stefan Guzu. Die Sachgebietsleiterin im Ordnungsamt, Anja Vonthien, habe wegen solcher und anderer Delikte schon Kontakt zum Polizeirevier in Malchin aufgenommen, ob die Streifentätigkeit in der Nacht nicht verstärkt werden könnte. Guzu denkt auch über Flyer und über Prävention in Schulen nach.

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