Gutachten für AWO

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Stavenhagen schwieriges Umfeld für eine Drogerie

Auch die Fläche des ehemaligen Möbelmarkts in der „Reutereiche“ ist offenbar für eine Drogerie im Gespräch. 
Auch die Fläche des ehemaligen Möbelmarkts in der „Reutereiche“ ist offenbar für eine Drogerie im Gespräch.
Eckhard Kruse

Schon seit zwei Jahren sucht die Arbeiterwohlfahrt in Stavenhagen einen Standort für eine besondere Drogerie. Gutachter befeuern diese Idee nicht gerade.

Ob und wann es wieder einen Drogerie-Markt in Stavenhagen geben wird, das steht immer noch in den Sternen. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist aber nach wie vor daran interessiert, die Lücken, die der Weggang von Schlecker und Rossmann in der Stadt hinterlassen haben, zu schließen, teilte AWO-Sprecherin Linda Baß mit.

So hatte die AWO im Jahr 2016 die Idee, einen sogenannten ID-Fachmarkt in der Stadt zu eröffnen. Auf einer Fläche von 200 bis 300 Quadratmetern würden drei behinderte und drei nichtbehinderte Beschäftigte gemeinsam arbeiten und Drogerieartikel anbieten.

Drogeriemarkt kein Selbstgänger

Doch in Stavenhagen werde ein ID-Markt auf keinen Fall ein Selbstgänger sein, schätzte eine Hamburger Gutachterfirma ein. Man könne zwar zum einzigen Drogerie-Anbieter am Ort werden und Drogeriekunden wieder zum Einkauf in der Stadt zurückholen.

Die Experten sehen aber eine große Konkurrenz in der Stadt und im Umland, einen recht kleinen Einzugsbereich und eine mangelnde Kundenakzeptanz fürs EKZ. Dennoch würden die Gutachter einen Standort im EKZ gegenüber der Innenstadt vorziehen. Sie können aber auch nicht ausschließen, dass ein ID-Markt in Stavenhagen ein Flop werden könnte.

Pläne nichts aussichtslos

Aus all diesen Gründen gestalten sich die Überlegungen der AWO als schwierig. Durch die Marktanalyse sei man sich im Klaren, dass es nicht einfach ist, an diesem Standort einen ID-Drogeriemarkt zu betreiben, teilte Linda Baß weiter mit. Es sei allerdings auch nicht aussichtslos. Vieles hänge von den Gesprächen mit dem Eigentümer ab.