MEHR ALARMIERUNGEN

Stavenhagener Feuerwehr rückte 2018 viel öfter aus

Das Jahr 2018 war für die Stavenhagener Feuerwehrleute außergewöhnlich. Sie verzeichneten soviele Einsätze wie seit Jahren nicht. Bei der Mitgliederzahl erreichten sie einen neuen Höchststand.
Die vielen Ackerbrände des vergangenen Jahres bescherten der Stavenhagener Feuerwehr ein deutliches Plus bei den Einsatzzahlen.
Die vielen Ackerbrände des vergangenen Jahres bescherten der Stavenhagener Feuerwehr ein deutliches Plus bei den Einsatzzahlen. Eckhard Kruse
Der Pribbenower Jugendklub brannte im März 2018 innerlich aus. Mittlerweile ist er so schön wie nie.
Der Pribbenower Jugendklub brannte im März 2018 innerlich aus. Mittlerweile ist er so schön wie nie. Stefan Hamann
Stavenhagen.

So viele Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr Stavenhagen seit Jahren nicht: 75 Mal mussten die Frauen und Männer ausrücken. So weist es die Statistik von Wehrführer Mario Skalla in der Versammlung der Feuerwehrleute aus.

Das Zahlenwerk reicht bis in das Jahr 2001 mit 68 Einsätzen zurück. 2010 waren es noch einmal 70 Alarmierungen. Den „Tiefpunkt“ gab es im Jahr 2005, als die Kameraden nur 37 Mal zu Hilfe gerufen worden waren.

Weizenschläge standen in Flammen

Vor allem durch den trockenen und heißen Sommer 2018 schoss die Anzahl der Einsätze von 56 auf 75 empor. Etwa 15 Mal eilten die Feuerwehrleute zu Feldbränden und brennenden Ackerfahrzeugen, schätzte Mario Skalla. Im Juli mussten sie mehrere Stoppelbrände unter Kontrolle bringen.

Weizenschläge standen in Kastorf und Schwandt in Flammen. Es galt, Mähdrescher bei Kittendorf und Ritzerow zu löschen. Strohpressen brannten bei Gülzow und Duckow. Im August loderte es noch einmal auf einer Freifläche bei Neu-Jürgenstorf.

Erbsen von der Straße gesammelt

Trotz der hohen Zahl der Einsätze gab es im vergangenen Jahr keine ganz großen Brände, betonte Mario Skalla. Dennoch ist den Kameraden einiges in Erinnerung geblieben. So das Feuer im Pribbenower Jugendklub. Sie bargen zwei Verletzte bei einem schweren Unfall am Ivenacker Tor. Sie wurden nach einem vermeintlichen Blitzeinschlag zur Kaserne nach Basepohl gerufen.

Im August sammelten sie getrocknete Erbsen von der Schultetusstraße, nachdem ein Traktor diese vom Anhänger verloren hatte. Sie leisteten Hilfe an einem Telefonmast in Basepohl und wurden auch nach Bredenfelde gerufen, als eine Baumkrone in der Dorfmitte auseinandergebrochen war.

Zwei böswillige Alarme

Bäume wurden von Straßen geräumt, drei schwere Personen aus ihren Wohnungen geholt. Die Feuerwehrleute öffneten eine Wohnung, eilten einmal bei Gasgeruch los und fing auslaufenden Diesel eines Busses auf. Unter den Einsätzen waren aber auch 15 Fehlalarme, einige blinde Alarme und zwei böswillige Alarme. Die verzeichnete Mario Skalla bei Kursana. Offenbar hatten demente Personen den Alarm ausgelöst.

Für die Einsätze standen der Feuerwehr 48 einsatzfähige Kameraden zur Verfügung. Auch das ist ein Rekord in Skallas Statistik. 2013 zählte die Feuerwehr nur 22 dienstfähige Frauen und Männer. Danach ging es stetig aufwärts. Ihr Zahl stieg ab 2015 auf 40, 43 und 44 Einsatzkräfte. Elf Jugendliche und acht Kinder werden derzeit im Kinder- und Jugendbereich geschult.

Neues Fahrzeug in Sicht

Im Mai werden die Kameraden ein neues Fahrzeug bekommen. Das kostet laut Anja Vonthien, Sachgebietsleiterin Ordnungsamt, 60.000 Euro. Es handelt sich um einen Transporter, der mit Geräten für die technische Hilfeleistung ausgerüstet ist. „Damit verfügt die Feuerwehr über einen hochwertigen Fahrzeugpark”, sagte sie.

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