ENTSORGUNG

Stavenhagener Klärschlamm-Kosten explodieren

Der Wasserzweckverband Malchin-Stavenhagen muss sich auf deutlich höhere Ausgaben für die Entsorgung von Klärschlamm einstellen.
Bei Klärschlamm handelt es um die festen Reste aus dem Klärprozess. Er hat einen erdähnlichen Zustand.
Bei Klärschlamm handelt es um die festen Reste aus dem Klärprozess. Er hat einen erdähnlichen Zustand. Eckhard Kruse
Stavenhagen.

Der Wasserzweckverband Malchin-Stavenhagen ist zwar schon Mitglied der Klärschlammkooperation in Rostock. Dennoch wird der Verband seinen Klärschlamm weiter auf der anderen Seite der Schultetusstraße in Stavenhagen entsorgen. Davon geht Peter Dammann, Leiter Investition beim Wasserzweckverband Malchin-Stavenhagen, aus. Denn bei einer EU-weiten Ausschreibung hat wieder das Unternehmen Nehlsen den Zuschlag bekommen. Und das lieferte den Klärschlamm der Kläranlage zur gegenüberliegenden Straßenseite zum Heizkraftwerk von EEW. Dort wird der vorgetrocknete Schlamm verbrannt.

2021 müssen 30.000 Euro mehr fürs Verbrennen gezahlt werden

Der Vertrag wurde erst einmal für zwei Jahre geschlossen, teilte Verbandsvorsteher Axel Müller mit. Es gebe aber die Möglichkeit einer Verlängerung. 2020 müsse der Verband 365.925 Euro und 2021 dann rund 30.000 Euro mehr für das Verbrennen bezahlen. Die Preise werden aber auch danach kräftig steigen. Derzeit koste die Verbrennung einer Tonne Klärschlamm 68,01  Euro. 2021 seien 79,14 Euro die Tonne zu zahlen. Im Jahr 2023 sei schon ein Preis von 99,96  Euro je Tonne festgelegt. „Das entspricht einer Steigerung von 47 Prozent“, so Müller.

Der Zweckverband muss seine 5000 Tonnen Klärschlamm solange fremd entsorgen, bis die Anlage in Rostock genehmigt und gebaut worden ist. Das kann sich noch einige Jahre hinziehen. Für Peter Dammann seien die Preise mit Nehlsen aber noch günstig. In Niedersachsen müsse man schon Tonnenpreise von 200 Euro hinblättern.

 

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