Bürgermeister-Problem
Stavenhagener Stadtvertreter wollen sich mit Rechtsaufsicht beraten

Der Stavenhagener Bürgermeister Bernd Mahnke hat nach einer erneuten Trunkenheitsfahrt in dieser Woche öffentlich eine "ernste Erkrankung" eingeräumt.
Der Stavenhagener Bürgermeister Bernd Mahnke hat nach einer erneuten Trunkenheitsfahrt in dieser Woche öffentlich eine „ernste Erkrankung” eingeräumt.
NK-Bildmontage

Stavenhagens Bürgermeister Bernd Mahnke hatte nach seiner erneuten Alkoholfahrt eingeräumt, dass er große Probleme hat. Doch seine Aussagen reichen den Stadtvertretern nicht aus.

Die persönliche Erklärung von Bürgermeister Bernd Mahnke (parteilos) zu seiner Erkrankung und seinen Plänen für eine Genesung ist den Stavenhagener Stadtvertretern offenbar nicht genug. „Wir wünschen dem Bürgermeister alles Gute und viel Erfolg für seine Genesung”, sagte Stadtpräsident Klaus Salewski (Die Linke) nach einer Beratung von Präsidium, Fraktionschefs und Klaus Raddatz (SPD) am Donnerstagabend in der Stadtvertretung.

Beratung mit Rechtsaufsicht geplant

„Dennoch können wir keinen Schlusspunkt setzten.” Noch vor Weihnachten werde es wegen der zweiten Alkoholfahrt des Bürgermeisters und anderer Vorfälle eine weitere Beratung mit der Rechtsaufsicht des Landkreises Seenplatte geben. Man müsse reagieren, betonte Klaus Salewski. „Das geschieht im Interesse des Bürgermeisters, aber auch im Interesse der Stadt.”

Bernd Mahnke war im November zum zweiten Mal von der Polizei unter Alkoholeinfluss am Steuer seines Autos erwischt worden. Damit war für viele Stadtvertreter der Punkt des Vertretbaren endgültig überschritten.