ALKOHOL-PROBLEM

Stavenhagens Bürgermeister Mahnke bald wieder im Dienst?

Der Stavenhagener Rathaus-Chef ist seit mehreren Monaten krankgeschrieben. Doch nun gab es schon einmal ein Lebenszeichen von ihm in der Verwaltung. Mit seiner Bitte bescherte er den Mitarbeitern allerdings einigen Aufwand.
Eckhard Kruse Eckhard Kruse
Bürgermeister Bernd Mahnke (parteilos) will offenbar trotz seiner langfristigen Krankschreibung über Diskussionen und Beschlüsse in Stavenhagen auf dem Laufenden bleiben.
Bürgermeister Bernd Mahnke (parteilos) will offenbar trotz seiner langfristigen Krankschreibung über Diskussionen und Beschlüsse in Stavenhagen auf dem Laufenden bleiben.
Stavenhagen.

Fünfeinhalb Monate ist der Stavenhagener Bürgermeister Bernd Mahnke (parteilos) nun schon krankgeschrieben – seit dem 29.  November, einen Tag nach seiner Alkoholfahrt, bei der ihn die Polizei erneut mit 0,8 Promille am Steuer erwischt hatte. Ende März begab er sich für eine Heilbehandlung in eine Suchtklinik. Doch nach neun Wochen soll er nun wieder zu Hause sein. Es gab auch schon ein erstes Lebenszeichen von ihm in der Verwaltung.

Bernd Mahnke hat darum gebeten, sämtliche Protokolle von Sitzungen in der Stadt zu bekommen, die während seiner Krankheit stattgefunden hatten. Zu vermuten ist, dass er auf dem Laufenden bleiben und sich während oder am Ende seiner Auszeit langsam auf eine Rückkehr an die Verwaltungsspitze vorbereiten will. Doch Stadtpräsident Klaus Salewski (Die Linke) weiß von einer Rückkehr noch nichts. „Er hat sich bei mir noch nicht gemeldet“, sagte Salewski. Deswegen kenne er auch die weiteren Pläne des Bürgermeisters nicht. Derzeit sei Mahnke auch noch krankgeschrieben.

Verwaltung hat eine Menge Arbeit vor sich

Die Verwaltung hatte nun einige Arbeit vor sich. Die Mitarbeiter suchten in allen Ämtern die Sitzungsprotokolle des vergangenen halben Jahres samt der Beschlüsse heraus. Sie wurden kopiert und für den Bürgermeister eingepackt. Der Bürgermeister holte sich die Papiere in der Verwaltung ab.

Doch der Bitte des Bürgermeisters habe man sich nicht verschließen wollen. „Als Bürgermeister hat er ein Recht darauf“, sagte Salewski. Mahnke habe sich, wie mit der Kommunalaufsicht des Landkreises abgesprochen, während seiner Krankheit aus der Verwaltungsarbeit herausgehalten. Eben ganz anders als bei seiner letzten längeren Krankschreibung. Doch wenn er sich nun wieder einarbeiten will, könne die Stadt ihm die Protokolle nicht verweigern.

Eigentlich könnte er auch in den Ruhstand gehen

Nur ist weiter offen, wann oder auch ob der Bürgermeister an seinen Arbeitsplatz zurückkehren wird. Denn mit beinahe 66 Jahren könnte er auch problemlos in den Ruhestand wechseln. Darüber möchte Salewski nicht spekulieren. „Hauptsache, er ist gesund“, sagte er. Das sei erst einmal das Wichtigste.

Für den Fall, dass Mahnke zurückkehren wird, kündigte Klaus Salewski aber schon einmal an: „Wir möchten keine Konfrontation.“ Denn zu Beginn von Mahnkes Krankschreibung hatte es zwischen ihm und den Stadtvertretern mächtig geknirscht.

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