Es ist angerichtet. Das Baumaterial liegt am Teschower Strand, in den nächsten Tagen soll die Sanierung des Stegs beginne
Es ist angerichtet. Das Baumaterial liegt am Teschower Strand, in den nächsten Tagen soll die Sanierung des Stegs beginnen. Thomas Koch
Investition

Steg in Teschow wird jetzt aufwändig saniert

Monatelang war der Steg am Teschower Strand gesperrt. Es besteht akute Einsturzgefahr. Noch in dieser Woche soll mit der Sanierung des Stegs begonnen werden.
Teschow

Für sie gibt es kaum einen schöneren Ort. Immer wenn es die Zeit erlaubt und natürlich auch das Wetter mitspielt, schwingt sich Katja Birkholz auf ihr Rad. Das Ziel ist nicht weit entfernt. Gerade einmal vier Kilometer sind es von ihrem Wohnort Teterow (Landkreis Rostock) bis zum Teschower Strand am Teterower See. Warum ihr das idyllische Fleckchen Erde so ans Herz gewachsen ist, dafür gebe es gleich mehrere Gründe, erzählt die 49-Jährige. „Man hat hier einen herrlichen Blick aufs Wasser, der Strand ist meist menschenleer und es ist ein Ort, an dem man einfach mal die Seele etwas baumeln lassen und neue Kraft schöpfen kann.“ In den letzten Monaten hat sie hier aber einen Wohlfühlfaktor sehr vermisst.

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Bauarbeiten vorbereitet

Seit Juni des vergangenen Jahres verhindern ein rot-weißes Bändchen und ein Absperrgitter den Zugang zum Teschower Steg. Hier verweilte die Teterowerin immer wieder gern auf den Sitzbänken, packte das mitgebrachte Picknick aus und genoss die Aussicht auf den Teterower See. Allzu lange muss sie auf das lieb gewonnene Ritual aber nicht mehr verzichten. Wo monatelang beschauliche Ruhe herrschte, übernehmen in den nächsten Tagen Bauleute das Zepter. Alles, was sie für die Sanierung des maroden Stegs brauchen, haben sie in den vergangenen Tagen am Teschower Strand abgeladen, der Start der Arbeiten steht unmittelbar bevor.

Hohe Kosten

Ein leichtes Unterfangen wird die Stegsanierung nicht, weiß Uwe Hohenegger, Fachbereichsleiter für Bau im Teterower Rathaus. Mit schwerer Technik wird sich die beauftragte Spezialfirma aus Zickhusen auf dem Wasserweg dem maroden Bauwerk nähern. Dafür wird unter anderem ein Bagger auf einen Ponton gestellt. Aber auch Taucher werden zum Einsatz kommen, um den maroden Gründungspfählen des Stegs zu Leibe zu rücken. Das Ganze hat natürlich auch seinen Preis. Rund 230 000 Euro wird die Bergringstadt berappen, um den touristischen Hotspot wieder herzurichten. Das Geld war im vergangenen Jahr bei der Sanierung der Turnhalle in der Teterower Oststadt übrig geblieben.

Stahl und Kunststoff

Bei Taucharbeiten war im Juni 2021 festgestellt worden, dass der Unterbau des Stegs in vielen Bereichen durchgefault ist und somit akute Einsturzgefahr besteht. Um das künftig zu verhindern und die Lebensdauer des Bauwerks zu verlängern, sollen bei den Sanierungsarbeiten im Unterbau einige Holz- durch Stahlpfähle ersetzt werden. Auch das alte Holzgeländer soll einer Stahlkonstruktion weichen. Für den Belag des Steges werden Bohlen aus Kunststoff verwendet, die wetter- und UV-beständiger sind und sich zudem deutlich einfacher reinigen lassen. Dieses Material ist übrigens auch schon am Steg an der Teterower Badeanstalt verwendet worden.

Wann genau die Arbeiten abgeschlossen sind, darüber will Uwe Hohenegger noch keine Prognose abgeben. Die Teterowerin Katja Birkholz wird die Arbeiten in den nächsten Wochen auf jeden Fall sehr interessiert verfolgen und freut sich schon jetzt, wenn sie vom neuen Steg den weiten Blick aufs Wasser wieder genießen kann.

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