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Parkende Lastzüge geraten ins Visier der Stadtwächter

Standzeiten verbringen Brummifahrer nicht nur in den Gewerbegebieten vor den Toren der Stadt. Ein stark frequentierter Parkplatz ist ebenso der vormalige Güterbahnhof.
Standzeiten verbringen Brummifahrer nicht nur in den Gewerbegebieten vor den Toren der Stadt. Ein stark frequentierter Parkplatz ist ebenso der vormalige Güterbahnhof.
Eberhard Rogmann

Parken ist auf öffentlichen Flächen nur in Sonderfällen zeitlich beschränkt. Problematisch wird es aber, wenn jemand an einem Fleck sein Fahrerhaus zur Unterkunft auf Zeit macht.

Langzeitparkende Lastwagen bescheren der Stadtverwaltung ein Dilemma. Das räumt Ordnungsamtsleiter Stephan Richter auf Nachfrage freimütig ein. „Auf den öffentlichen Parkplätzen können die Fahrzeuge ohne zeitliche Beschränkung stehen. Und in den Gewerbegebieten ist uns das allemal lieber, als in einem Wohngebiet“, verweist der Amtsleiter auf die Rechtslage. Zumal es soweit bekannt zu keinen Nutzungskonflikten kommt dergestalt, dass die Brummis den Autos von Beschäftigten in den dortigen Firmen Stellflächen streitig machen. Davon könne keine Rede sein.

Andererseits wird durch den städtischen Streifendienst immer wieder festgestellt, dass die Stellplätze von Lastzügen, die dort länger verweilen, unverhältnismäßig stark von allerlei Abfall verunreinigt sind. Das reiche von Speiseverpackungen über die Abfälle von Kaffeemaschinen bis zur Notdurft. „Das geht nicht an. Wir werden deshalb aber weder Papierkörbe dort aufstellen noch sanitäre Einrichtungen. Das ist den Steuerzahlern nicht zuzumuten“, macht der Ordnungsamtsleiter deutlich.

Die exponierten Areale - so die Gewerbegebiete auf dem Koppelberg wie am Bocksbergweg und auch der vormalige Güterbahnhof - seien den Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes bekannt. Auf ihren Streifen würden sie auf Verunreinigungen achten. In der Regel werden Fahrer auf Misstände hingewiesen und die Sache lasse sich gütlich regeln. Platzverweise sind laut Richter noch nicht ergangen. Dazu müsste man jemand auf frischer Tat ertappen. Das sei höchst unwahrscheinlich. Doch ein anhaltender Kontrolldruck verfehle seine Wirkung nicht, ist er überzeugt. So könne man Verfehlungen zwar nicht gänzlich unterbinden, aber zumindest stark einschränken.