Malchiner fordern

Stellt den Brunnen wieder auf!

Seit gut zwölf Jahren ist der Brunnen der Lebensfreude im Stadtbauhof abgestellt. Doch die Malchiner haben ihn nicht vergessen. Jetzt werden die Forderungen lauter, das Kunstwerk in die Stadt zurückzuholen. Was meinen Sie dazu? Stimmen Sie bei unserer Umfrage ab!
Die Aufnahme aus dem Jahr 1995 zeigt die Skulpturengruppe auf der Freifläche gegenüber vom Markt, die inzwischen bebaut ist.
Die Aufnahme aus dem Jahr 1995 zeigt die Skulpturengruppe auf der Freifläche gegenüber vom Markt, die inzwischen bebaut ist. Archiv
Malchin

Was ein einziges Foto so anrichten kann: Mit einer fast 20 Jahre alten Aufnahme wollte die Malchiner Stadtinformation auf ihrer Internet-Seite eigentlich nur an die Zeit erinnern, als am Markt gegenüber vom Rathaus noch keine Wohn- und Geschäftshäuser standen.

Zu sehen ist auf dem Bild vor allem eines: eine Figurengruppe, ein Kunstwerk, ein Denkmal: der Brunnen der Lebensfreude. „Wir waren schon sehr überrascht, wie sehr dieser Brunnen den Malchinern immer noch am Herzen liegt“, sagt Rathaussprecher Thomas Koch.

Seitdem das Foto an den Wasserspender aus DDR-Zeiten erinnert, überschlagen sich im Netz die Kommentare. „Mal ganz ehrlich, liebe Stadtverwaltung, was spricht dagegen, den Brunnen an einem neuen, attraktiven Platz aufzustellen“, ist da zu lesen. Oder: „Stellt doch den Brunnen endlich wieder auf!“ Und: „Kann unser Bürgermeister sich auch mal um solche Sachen kümmern?“

Warum nicht eine Abstimmung? Aber bitte doch!

Muss er wohl jetzt. „Wir werden das mit dem Bau-Ausschuss noch einmal durchsprechen“, sagt Bürgermeister Jörg Lange. Tatsächlich haben sich die Abgeordneten in den vergangenen zehn Jahren schon öfter mit dem Kunstwerk des sozialistischen Realismus beschäftigt – und immer wieder neue Standorte vorgeschlagen. Von der Marcus-Schule über die Innenhöfe der Innenstadt bis hin zum Stadtpark wanderte der Brunnen bereits in den Vorstellungen der Stadtväter. In Wirklichkeit steht die „Lebensfreude“ aber schon seit gut zwölf Jahren ziemlich traurig in einer Ecke des Stadtbauhofes.

Aber so einfach mit einem neuen Standort ist das gar nicht, erklärt der Bürgermeister. Die Skulpturengruppe steht als Gesamtensemble unter Denkmalschutz. Das heißt, wenn der Brunnen einen neuen Platz bekommt, muss auch das Wasser wieder sprudeln. Doch das alles soll nun wohl endlich ernsthaft geprüft werden.

„Warum lasst ihr das nicht mal mit einer Abstimmung entscheiden, anscheinend vermissen den Brunnen doch Viele. Und das wäre mal eine sinnvolle Abstimmung“, lautet ein weiterer Eintrag auf der Facebook-Seite der Stadtinformation. Ein Vorschlag, den der Nordkurier gern aufgreift. Wie ist Ihre Meinung, liebe Leserinnen und Leser, stimmen Sie in unserer Umfrage ab.

Gern würden wir aber auch wissen, welche Erinnerungen Sie mit dem Brunnen der Lebensfreude verbinden. Teilen Sie uns kleine Geschichten und Episoden mit. Immerhin stand die Figurengruppe über viele Jahre mitten im Stadtzentrum und war ein beliebter Treffpunkt der Malchiner. Mailen Sie Ihre Geschichten an [email protected] oder schreiben Sie an Nordkurier, Mühlenstraße 2, 17139 Malchin.

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