JUBILÄUMSJAHR IN BASEPOHL

Stockcar-Szene muss auf erstes Rennen warten

Wegen der Corona-Krise mussten in der Basepohler PS-Hölle bereits zwei der drei Stockcar-Rennen abgesagt werden – und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr des Motorsportfördervereins.
So hätte es im April in der PS-Hölle schon aussehen können, doch musste der Saisonstart wegen Corona ausfallen.
So hätte es im April in der PS-Hölle schon aussehen können, doch musste der Saisonstart wegen Corona ausfallen. Auch das Rennen im Juni ist abgesagt. hofft nun auf den September. (Archivfoto) Carsten Büttner
Kathrin Giebener-Trost hofft, dass wenigstens das dritte Stockcar-Rennen im September in der Basepohler PS-Hölle ausgetra
Kathrin Giebener-Trost hofft, dass wenigstens das dritte Stockcar-Rennen im September in der Basepohler PS-Hölle ausgetragen werden kann. Die Fahrer der Teams sind heiß drauf. Carsten Büttner
Stavenhagen.

Eigentlich sollte es das große Jubiläumsjahr in der Basepohler PS-Hölle werden. Der Motorsportförderverein Stavenhagen wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Doch auf der Bahn feiern konnte er das bisher nicht. Die Corona-Pandemie hat auch die Stockcar-Saison ausgebremst. Nachdem das erste Rennen im April schon ausfallen musste, sind nun auch die Läufe für Juni abgesagt. Das sei in Absprache mit dem Ordnungsamt in Stavenhagen erfolgt, sagt Kathrin Giebener-Trost vom Verein. „Das haben wir schweren Herzens tun müssen.“ Zwar wisse man vorher, wieviel Fahrer angemeldet seien, aber keiner könne einschätzen, wie viele Zuschauer zur Bahn kommen. Weil es ohnehin derzeit sehr wenig Veranstaltungen gibt, hätte Stockcar sicher einen großen Zulauf gehabt. In Hochzeiten kamen bis zu 2500 Zuschauer in die PS-Hölle. „Es fällt uns schwer, aber wir müssen es akzeptieren, wie andere auch“, meint Giebener-Trost. Man müsse sich den Gesetzen fügen. Die Teams seien traurig, dass die Saison noch nicht angefangen hat, würden aber Verständnis zeigen. „Wir müssen uns ja alle damit abfinden.“ Alle müssten mit den Einschränkungen leben.

Hoffnung liegt auf den Herbst

Eine Chance aber gibt es noch für die Fahrer, die schon ganz heiß darauf sind, ihre Runden zu drehen. Den ganzen Winter über haben sie an ihren Autos herumgebaut, die ungewöhnlichen Gefährte mit Frontgittern vorbereitet. Da wollen sie diese jetzt auch zum Einsatz bringen. Die Hoffnung liegt nun auf Herbst. Am 26. und 27. September soll wenigstens das dritte Rennen des Jahres ausgetragen werden, wenn es nach dem Verein geht. „Wir würden gern“, gibt Kathrin Giebener-Trost zu. „Die Fahrer warten alle.“ Aber am Ende sei es eine Entscheidung des Ordnungsamtes. Also bleibe es ungewiss. Es wäre schön, doch noch das Jubiläum feiern zu können. Einen Plan B dafür gebe es noch nicht. „Wir sind wie eine große Familie“, sagt die Organisatorin. Dreimal sehe man sich im Jahr und freue sich immer auf ein Wiedersehen. Teilweise kommen die Fahrer von weither, aus Hamburg, Sachsen, Berlin. Und auch die Leute aus der Umgebung sehe man so das Jahr über auch nicht.

Stockcar-Szene gibt es seit Mitte der 90er-Jahre

Wenn man das 20 Jahre macht, fehle einem etwas. „Wir hoffen auf wenigstens ein Rennen in diesem Jahr“, sagt Kathrin Giebener-Trost. Die Stockcar-Szene gibt es bereits seit Mitte der 1990er-Jahre. In der Demminer Region hatten sich damals die ersten Teams gebildet, wie auch beim Autohandel Giebener-Trost in Randow. 1999 sei der Bahnvorgänger auf sie zugekommen. Nach einem Testlauf habe sich im Jahr 2000 gleich der Motorsportförderverein gegründet und die Bahn im Industriegebiet übernommen. Seitdem organisieren die Randower die Veranstaltungen in der Basepohler PS-Hölle. Die Flächen gehören inzwischen dem Verein. Anfangs wollten die Organisatoren mit dem Veranstalter des Grimmener „Hexenkessels“ zusammenarbeiten und eine Landesmeisterschaft ins Leben rufen, doch war man nicht auf einen Nenner gekommen. So hat die PS Hölle ihre eigene Serie, mit drei Rennen jedes Jahr. Es gab auch schon mal vier.

Dieses Jahr ist Corona nicht das einzige, was anders ist. Der neue Bürgermeister Stefan Guzu hat die Schirmherrschaft für die Stockcar-Rennen übernommen. Zudem muss das Fahrerlager die Zelte auf einer anderen Fläche aufschlagen. Auf der bisherigen stehen Solaranlagen. So werde in Zukunft, wenn wieder ein Rennen stattfinden kann, das Fahrerlager auf der anderen Seite eingerichtet, in Richtung der Windräder.

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