FREIBÄDER

Stoppt das Coronavirus jetzt auch noch die Badesaison?

Schon in der nächsten Woche sollte das Stavenhagener Waldbad in die neue Saison starten. Malchins Peenebad wäre Mitte Mai gefolgt. Doch mit dem Planschvergnügen sieht es ganz und gar nicht gut aus.
Malchins Peenebad wird in diesem Jahr auf jeden Fall noch etwas länger als üblich leer bleiben. Frühestens Mitt
Malchins Peenebad wird in diesem Jahr auf jeden Fall noch etwas länger als üblich leer bleiben. Frühestens Mitte Juni werden die ersten Badegäste hinein gelassen. In anderen Städten sieht man das Badevergnügen skeptischer. Torsten Bengelsdorf
Malchin.

Den ganzen Tag über Sonne und dazu in der Spitze Temperaturen knapp über 20 Grad: Der Donnerstag als wohl wärmster Tag in dieser Woche stimmte schon mal ein bisschen ein auf die bevorstehende Sommersaison. Und es ist ja auch nicht mehr lange hin, bis im Wonnemonat Mai die Freibäder und Badestellen in der Region wieder öffnen. Oder verdirbt uns das Corona-Virus nun auch noch das Badevergnügen?

Das könnte durchaus passieren. In Stavenhagen geht man nämlich mittlerweile davon aus, dass das beliebte Waldbad im Stadtholz bis zum 31. August geschlossen bleibt. „Wir haben aber bei der Koordinierungsstelle des Landkreises noch einmal nachgefragt, ob es tatsächlich so ist“, sagte Bürgermeister Stefan Guzu (parteilos). Die Antwort sei noch nicht da. Deswegen könne er noch nichts Genaueres sagen.

Trübe Aussichten

Auch wenn das Bad mit einer begrenzten Besucherzahl öffnen dürfte, wäre dies für Guzu ziemlich fraglich. „Wir brauchen 1,5 Millionen Liter Wasser für die Becken“, erläuterte er. Das Wasser müsste dann für vielleicht 20 Personen eingelassen, gereinigt und beheizt werden. Und die Stadt hätte auch bei wenigen Gästen die gesamten Kosten für den Betrieb und für das Personal zu stemmen. Das kann man sich im Stavenhagener Schloss offenbar nicht so richtig vorstellen.

Noch nicht ganz so trüb sind die Aussichten bei den Nachbarn in Malchin. „Wir bereiten die Eröffnung unseres Peenebades für Mitte Juni vor“, gab Bürgermeister Axel Müller (CDU) am Donnerstag bekannt. Das wäre ein Monat später als üblich. Doch sicher kann sich Malchins Stadtchef da auch noch nicht sein. Der Badespaß hänge auch in Malchin davon ab, wie die Corona-Beschränkungen in den nächsten Wochen gelockert werden. Derzeit stünden Freibäder noch auf der Liste der gesperrten Einrichtungen.

Tor zum See fest verschlossen

Diese Aufstellung liegt offenbar auch Müllers Amtskollege in Teterow vor. „Die Anti-Corona-Verordnung M-V vom 17. April 2020, zunächst gültig bis 10. Mai 2020 schränken entsprechende Planungen ein“, erklärte Bürgermeister Andreas Lange (parteilos) auf die Frage, was mit dem Teterower Naturbad in diesem Jahr während der Corona-Beschränkungen passieren soll? „Auch solche Einrichtungen wie das Naturbad sind somit für den Publikumsverkehr weiterhin geschlossen zu halten“, so Lange.

Auch das Tor zum Strandbad am Darguner Klostersee ist noch fest verschlossen. Und keiner weiß im Moment, wie lange noch. „Ich bin hier nicht all zu optimistisch. Ich befürchte, dass wir die Badesaison in diesem Jahr ganz abschreiben müssen“, meint Bürgermeister Sirko Wellnitz (WVD). Er erwarte dazu aber noch eine Regelung durch die Landesregierung wie mit solchen Freizeiteinrichtungen in der Corona-Krise zu verfahren ist. Immer nur eine begrenzte Anzahl von Gästen an den Klostersee-Strand zu lassen, wäre wohl kaum möglich. „Wie soll das kontrolliert werden?“ fragt Wellnitz. Ab diesem Jahr wollte sich die Stadt wieder allein um ihren Strand kümmern, nachdem der Pachtvertrag mit dem Darguner Strandverein ausgelaufen war und nicht verlängert wurde.

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