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Straßenbauer kündigen falsche Vollsperrung der B 110 an

Wird die B 110 zwischen Dargun und Demmin für den Rest des Jahres gesperrt? Das verkünden Schilder am Straßenrand. Doch selbst das Amt ist schockiert.

Diese Tafel sorgen seit zwei Tagen in und um Dargun für helle Aufregung. Der Zeitraum der Vollsperrung ist vom 25. September bis zum 31. Dezember angegeben.
Torsten Bengelsdorf Diese Tafel sorgen seit zwei Tagen in und um Dargun für helle Aufregung. Der Zeitraum der Vollsperrung ist vom 25. September bis zum 31. Dezember angegeben.

Das war für so manchen Autofahrer ein Schock am Straßenrand: An mehreren Stellen in und um Dargun sind am Montag und Dienstag Schilder aufgetaucht, die eine Vollsperrung der Bundesstraße 110 zwischen Dargun und Demmin ab dem kommenden Montag ankündigen.

Dass die Fahrbahn im Herbst erneuert wird, ist zwar seit langem bekannt. Doch dass diese wichtige Verbindung in die Ex-Kreisstadt gleich bis zum Jahresende dicht sein soll, das hat viele ziemlich kalt erwischt. Zumal es für den elf Kilometer langen Abschnitt nur eine sehr weiträumige Umleitung gibt: 55 Kilometer über Malchin und Stavenhagen.

Das Straßenbauamt ist ratlos

Beim Straßenbauamt in Neustrelitz steht das Telefon nicht mehr still, seitdem die Sperr-Tafeln ihre Hiobsbotschaft verkünden. Tom Arenhövel hat in der Behörde alle Mühe, die Leute zu beruhigen. Zwar sei es richtig, dass ab Montag die Fahrbahn-Erneuerung vorbereitet werde. „Aber auch wir waren entsetzt, als wir die Schilder gesehen haben“, erklärt Arenhövel. „Wir können uns nicht erklären, wie diese Zeitangaben darauf kommen.“ Möglicherweise handele es sich um Vertragstermine, die mit dem Zeitraum der Vollsperrung verwechselt wurden.

Voll gesperrt ist die B 110 zwischen Dargun und Demmin tatsächlich nur zweieinhalb Wochen – vom 5. bis zum 22. Oktober, versichert das Straßenbauamt. In dieser Zeit werden die Asphalt- und die Bindeschicht abgefräst und erneuert. Ab kommenden Montag komme es bereits an einigen Abschnitten zu halbseitigen Sperrungen. Ob und wann die irreführenden Schilder nun ausgetauscht werden, stand am Dienstag noch nicht fest.