ZU BERGIG

Straßenbauer müssen schon wieder an L20 bei Malchin ran

Ein Jahr nach der aufwendigen Fahrbahn-Erneuerung sind an der L 20 zwischen Malchin und Neukalen schon wieder Baumaschinen am Wirken. Was lief schief bei den Asphaltarbeiten?
Die Seitenstreifen sollten eigentlich nie befahren werden. Trotzdem wird jetzt an der L 20 ganz besonders davor gewarnt. Die B
Die Seitenstreifen sollten eigentlich nie befahren werden. Trotzdem wird jetzt an der L 20 ganz besonders davor gewarnt. Die Bankette muss ein Jahr nach dem Straßenbau an vielen Stellen neu und nachhaltiger befestigt werden. Torsten Bengelsdorf
Malchin.

Es ist gerade einmal ein Jahr her, dass die Landesstraße 20 zwischen Malchin und Neukalen eine neue und um einige Zentimeter verstärkte Asphalttrag- und -deckschicht bekommen hatte. Der Straßenbau sorgte damals für viel Aufsehen, einerseits, weil Autofahrer, die nur mal kurz von Malchin nach Neukalen wollten, offiziell auf eine Umleitung über Stavenhagen und Demmin geschickt worden waren. Andererseits aber auch, weil viele diese Empfehlung für einen Scherz hielten und die Abkürzung über Gorschendorf und Salem nahmen, was der Gemeindestraße von Salem nach Neukalen gar nicht gut bekam. Dabei war die Strecke noch vor der stärkeren Belastung eiligst präpariert worden.

Ein Jahr nach diesen umfangreichen Bauarbeiten stehen an der L 20 schon wieder Baustellenschilder und man darf den immer noch recht neuen Asphalt mit höchstens Tempo 30 befahren. Ist die Straße also schon wieder hinüber, gab es vielleicht sogar Pfusch am Bau? Die Arbeiten konzentrieren sich auf den Seitenstreifen, obwohl doch auch die Banketten vor einem Jahr erneuert und auf Fahrbahnhöhe gebracht worden waren. Allerdings mit einem Material, das normalerweise an ebenen Bundes- oder Landesstraßen eingesetzt wird. Die L 20 zwischen Pisede und Neukalen hat aber eine Besonderheit, die die Planer des Straßenbaus wohl unterschätzt haben. Die Straße führt durch die Höhenzüge der Mecklenburgischen Schweiz.

Standardmaterial reicht für die Region nicht aus

Das sind zwar nun keine hohen Berge, einer kleinen Berg- und Talbahn gleicht der Fahrbahndamm aber doch. Und so zeichnete sich nach Angaben des Straßenbauamtes bereits wenige Wochen nach dem Straßenbau ab, dass das Regenwasser von den Hügeln herab an einigen Stellen regelrecht in die Banketten schoss und zu Ausspülungen führte. Auf Dauer hätte darunter auch der neue Asphalt gelitten. An anderen Stellen hatten sich bereits schwere Fahrzeuge durch den Seitenstreifen gewühlt, sodass die Grasnarbe nicht richtig anwachsen konnte.

Die kritischen Bereiche werden nun mit einer geänderten Schotterzusammensetzung befestigt, teilte das Straßenbauamt mit. Das Material soll dem abfließenden Regenwasser mehr Widerstand bieten. Die Standardprodukte für die Bankette würden jedenfalls für Mecklenburgs Schweiz kaum taugen, hat man jetzt einsehen müssen, dass die Hügellandschaft ganz besondere Tücken auch beim Straßenbau hat.

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Kommentare (1)

das mit den "Bergen" und so. Konnte man vorher auch nicht wissen.
War ja vorher alles flach - die letzten paar Millionen Jahre.
Oder ist der Straßenbaubeauftragte etwa nicht aus Österreich?