FREIE FAHRT

Straßenbauer ziehen von der B 110 vorzeitig wieder ab

Die Sperrung zwischen Dargun und Demmin soll ab Freitag wieder aufgehoben werden. Es gibt aber noch eine gute Nachricht für die B 110.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Mit ihren Baumaschinen musste die Straßenbaufirma die Bundesstraße bei Dargun zeitweise blockieren, damit Autofahrer nicht immer wieder die Sperrungen einfach ignorieren.
Mit ihren Baumaschinen musste die Straßenbaufirma die Bundesstraße bei Dargun zeitweise blockieren, damit Autofahrer nicht immer wieder die Sperrungen einfach ignorieren. Torsten Bengelsdorf
Dargun.

Dieser Straßenbau hat viele Nerven gekostet. Doch nun ist es bald überstanden. Die Bundesstraße 110 wird am Freitagvormittag zwischen Dargun und Demmin wieder komplett für den Verkehr freigegeben. Das teilte das Straßenbauamt in Neustrelitz am Mittwoch mit. Die Sperrung werde damit früher aufgehoben als zunächst geplant war, denn eigentlich sollte sie auch noch über das gesamte Wochenende hinweg gelten.

Allerdings werde es in den nächsten Wochen noch einige Einschränkungen geben, da an den Banketten noch gebaut werden müsse, und auch die Fahrbahnmarkierungen müssen noch aufgebracht werden. Das könne allerdings erst in etwa vier Wochen passieren, da der Bindemittelfilm auf der neuen Asphaltdecke erst einmal abgefahren werden müsse, wie es vom Straßenbauamt heißt.

Radweg statt Umleitung

Die Sperrung der Straße hatte in den vergangenen Wochen für viel Ärger gesorgt. Zunächst war sie auf den Umleitungsschildern falsch angekündigt worden, als es hier hieß, dass die Bundesstraße gleich für den Rest des Jahres dicht ist. Dann weigerten sich viele Autofahrer, die ausgewiesene Umleitung über Malchin und Stavenhagen zu benutzen, da dieser Umweg viel zu weit erschien. Stattdessen wählten selbst Laster-Fahrer die kaum geeigneten Gemeinde- und Landwirtschaftsstraßen über Brudersdorf und Beestland. Selbst über den Radweg versuchten einige Autos an der Baustelle vorbei zu kommen.

Für die B 110 gibt es jetzt aber noch eine weitere gute Nachricht. Die Bundesstraße ist erst einmal nicht mehr als Ausweichstrecke für den Totalschaden auf der A 20 vorgesehen. Es laufen derzeit Bemühungen, die Umleitungsstrecke für den abgesackten Bereich an der Abfahrt Tribsees zu verkürzen. Dafür kommt die Landesstraße 23 in Frage, die von Gnoien nach Bad Sülze führt. Der Abschnitt von Böhlendorf bis zur L 19 bei Bad Sülze soll voraussichtlich ab November Teil der A 20-Umleitung werden. Solange dauert es noch, bis der Straßenbau auf der L 23 beendet ist.

Zusätzliche Autobahnauffahrt

Außerdem ist an eine zusätzliche A20-Auf- und Abfahrt etwa einen Kilometer hinter der Ortschaft Langsdorf gedacht, die bis zum Jahresende fertig sein könnte. Dann müssten die Autobahnbenutzer in beiden Richtungen nur noch einen vier Kilometer langen Umweg fahren. An der Abbruchstelle der A 20 soll voraussichtlich ab Sommer 2018 eine 80 bis 100 Meter lange Behelfsbrücke den Verkehr mindestens einspurig in beiden Richtungen aufnehmen, hatte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) am Dienstag angekündigt.

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