Jugendarbeit

Streetworker für Teterow kommt erst nach den Ferien

Nach mehreren Fällen von Vandalismus und Ruhestörung soll in Teterow nach dem Willen der Stadt ein Sozialarbeiter an dieser Front wirken. Der ist allerdings noch nicht gefunden.
Eberhard Rogmann Eberhard Rogmann
Der Schulkamp wurde einst von Pastor Fiedler gestiftet, um armen Kindern den Start ins Leben zu erleichtern. Der Ort hat mittlerweile ein weniger edles Image bei Teterowern. Dem will die Stadt jetzt aktiv entgegenwirken.
Der Schulkamp wurde einst von Pastor Fiedler gestiftet, um armen Kindern den Start ins Leben zu erleichtern. Der Ort hat mittlerweile ein weniger edles Image bei Teterowern. Dem will die Stadt jetzt aktiv entgegenwirken. Eberhard Rogmann
0
SMS
Teterow.

Für die Schüler haben die Winterferien begonnen. Zwei Wochen schulfrei. Morgens mal nicht in eisiger Frühe aus dem Haus müssen. Stattdessen Zeit, sich ausgiebig mit Freunden zu treffen, wenn man denn daheim bleibt und nicht zum Wintersport oder in den sonnigen Süden verreist. So erfreulich das klingt, die Ferienzeit hat eine weniger erfreuliche Kehrseite. So mancher weiß diesen Freiraum nicht so recht zu füllen. Das führt immer wieder dazu, dass Jugendliche auf Abwege geraten, sich zu Taten hinreißen lassen, die öffentliches Ärgernis nach sich ziehen. Im letzten Jahr machten diesbezüglich der Festplatz und das Warbelufer in Gnoien sowie der Teterower Schulkamp unrühmliche Schlagzeilen.

Eingedenk dieser Erfahrungen ist die Frage des Stadtvertreters Wolfgang Blanck (CDU), wie weit die Beschäftigung eines Streetworker in Teterow gediehen ist, von dringlicher Aktualität. Die Stadt hatte sich bereits im vergangenen Jahr dazu entschlossen, diesen Weg zu beschreiten, um den Problemen nächtlicher Ruhestörung und einer Vermüllung der Parkanlage zu begegnen. Im Haushalt für 2019 sind entsprechende Finanzmittel eingeplant.

Ausschreibung über Arbeitsagentur

Bürgermeister Andreas Lange (parteilos) wies darauf hin, dass die Stadt nicht selbst eine solche Stelle schafft. Vielmehr werde sie sich eines freien Trägers der Jugendarbeit bedienen. „Wir sind in intensiven Gesprächen“, informierte der Bürgermeister. Mittlerweile liege eine Stellenbeschreibung vor, die akzeptiert sei. Über die Arbeitsagentur erfolgt eine Ausschreibung. „Aber da sind bestimmte Fristen einzuhalten. Bewerbungen müssen gesichtet und Entscheidungen getroffen werden. Das dauert seine Zeit“, verweist Lange auf die Verfahrensweise. Diese abzukürzen, stehe nicht in der Macht der Stadtverwaltung.

Darüber hinaus merkt der Bürgermeister an, dass die Tätigkeit des Streetworkers als nur eine, wenngleich bedeutsame Maßnahme anzusehen sei. Völlig unrealistisch wäre es, allein von seiner Arbeit zu erwarten, dass damit alle hinlänglich bekannten Probleme gelöst würden. Lange verwies darauf, dass es bereits in den zurückliegenden Monaten Gespräche mit Jugendlichen gegeben hat. Das sei nicht ohne Wirkung geblieben. Eine gewisse Entspannung der Situation auf dem Schulkamp sei zu verzeichnen. Auch hatten sich junge Teterower am Neujahrstag an der Reinigung bestimmter Treffpunkte von den Resten des Silvesterfeuerwerks beteiligt. Hier sei man auf einem guten Weg.

Auf der anderen Seite, auch daran ließ der Bürgermeister keinen Zweifel, werden Ordnungswidrigkeiten verfolgt und geahndet. Das erfolge in enger Absprache von Kommunalem Ordnungsdienst und dem örtlichen Polizeirevier.