Nach dem Auftakt vor zwei Wochen geht der Warnstreik an der Darguner Brauerei heute in die zweite Runde.
Nach dem Auftakt vor zwei Wochen geht der Warnstreik an der Darguner Brauerei heute in die zweite Runde. Torsten Bengelsdorf
Arbeitskampf in Dargun

Streikende wollen vier Stunden lang Bier-Laster stoppen

Die Gewerkschaft erhöht den Druck auf die Arbeitgeber der Darguner Brauerei und macht die Drohung wahr, die Streikzeit jeweils zu verdoppeln.
Dargun

Vor zwei Wochen waren es noch zwei Stunden. Jetzt macht die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten ihre Drohung wahr und verdoppelt die Zeit ihres Warnstreiks an der Darguner Brauerei. Da die Arbeitgeber die Aufforderung zur Aufnahme von Tarifverhandlungen weiterhin zurückweisen, hat die Gewerkschaft alle Beschäftigten der Brauerei für Donnerstag 12 Uhr zu einem vierstündigen Warnstreik aufgerufen.

Gewerkschaftsfunktionär Jörg Dahms rechnet mit etwa 100 Teilnehmern, die sich dann unter dem Motto „Wir sitzen den Streik aus” mit Campingstühlen auf die Brauereistraße setzen und die Logistik des Betriebes erheblich einschränken sollen.

Entlohnung ohne Tarivertrag

Es sei nicht nachvollziehbar, dass die rund 300 Beschäftigten seit 29 Jahren in Dargun ohne Tarifvertrag entlohnt werden, erklärte Dahms. Das Unternehmen bezahle monatlich bis zu 1000 Euro weniger als andere vergleichbare Brauereien in Mecklenburg-Vorpommern und wolle es auch dabei belassen.

Die Darguner Brauerei ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Harboes Bryggeri mit Hauptsitz im dänischen Skælskør. Eine Anfrage des Nordkurier zu den Forderungen der Gewerkschaft hatte das Unternehmen unbeantwortet gelassen.

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