Die neunjährige Stute wurde von der Familie Baumgarte aufgezogen und als Therapiepferd eingesetzt. Eine Stromleitung hatt
Die neunjährige Stute wurde von der Familie Baumgarte aufgezogen und als Therapiepferd eingesetzt. Eine Stromleitung hatte den Lichtmast und den umliegenden Boden unter Strom gesetzt, was zum Tod des Pferdes führte. Michael Baumgarte
Tragischer Unfall

Stute durch einen Stromschlag vom Lichtmast getötet

Eigentlich sollten die Pferde nur von der Koppel wieder in ihren Stall. Doch dann kam es zu einer Verkettung unglücklicher Umstände.
Pribbenow

Einen schlimmen Verlust hat Familie Baumgarte aus Pribbenow erleiden müssen. Ihre Stute Mia wurde am Wochenende durch einen Stromschlag aus dem Leben gerissen. Die Trauer über das dramatische Ereignis ist bei der Familie groß. Es gebe seitdem nur schlaflose Nächte, schildert Matthias Baumgarte.

Stute war wie Familienmitglied

„Mia ist eigentlich nicht zu ersetzen“, findet auch Schwiegersohn Michael Baumgarte. Kein Wunder, war die Stute doch wie ein Familienmitglied. So hatte Ehefrau Heike Baumgarte Mia von klein auf groß gezogen und später auch geritten. Darüber hinaus bildete Tochter Madlen die Stute auch als Therapie-Pferd für ihre Physiotherapiepraxis aus. Doch nun ist Mia nicht mehr da. Einer, der bei dem tragischen Vorfall schnell vor Ort war, ist Schwiegersohn Michael Baumgarte. Er ist zugleich Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Pribbenow, die den Unfallort am Samstagabend ausleuchtete.

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Der Vorfall habe sich auf dem „Nachhauseweg“ ereignet, als Mutter und Tochter die Stute sowie drei Mulis von der Nachbarkoppel in den eigenen Stall bringen wollten, erzählt er. Dabei kämen sie auch an einem Lichtmast vorbei, an dem eine Stromleitung befestigt ist und der außerhalb der Koppel steht. Doch an jenem Abend hing die Stromleitung nicht mehr dort, wo sie hingehörte. Der Draht, der sie befestigen sollte, hatte sich gelöst. Schließlich setzte die Stromleitung sowohl den Lichtmast als auch den Boden um den Mast herum unter Strom.

Pferd stand nach dem Unfall noch unter Strom

Beim Vorbeigehen sei das Pferd aufgrund seines Gewichtes in dem vom Regen aufgeweichten und nassen Boden eingesackt. Über den Huf habe es dann einen Stromschlag gekriegt, erläutert Matthias Baumgarte. „Nach dem Stromschlag hatte sich die Stute noch einmal versucht aufzurappeln, doch dabei hatte sie Erde aufgewühlt und noch einmal einen Stromschlag erhalten“, schildert er weiter.

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Man konnte das Pferd nicht anfassen, weil es die ganze Zeit unter Strom stand, ergänzt Heikes Ehemann Matthias schockiert. Glücklicherweise sei seiner Frau und seiner Tochter nichts passiert. Seine Frau, die als Krankenschwester arbeitet, wollte zuerst noch die Zunge des Pferdes anschauen, um zu überprüfen, ob das Tier an einem Herzinfarkt gestorben war. Erst als ihre Tochter Blut an der Lippe von Mia anfasste und dadurch kleinen „Schlag“ bekam, war beiden klar, dass das Tier unter Strom stand.

Um den elektrischen Strom abzuschalten, wurde zunächst der städtische Hausmeister und dann das Energieunternehmen Eon-Edis gerufen. Schließlich schaffte man es, den Strom abzustellen. Inzwischen ist der Lichtmast und die Stromleitung wieder repariert. Die Stute wurde von einer Firma abtransportiert, die Tierkadaver beseitigt. Aber der Verlust von Stute Mia wird Familie Baumgarte noch lange beschäftigten.

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