Eine funktionierende Entwässerung gibt‘s in der Sülzer Siedlung von Gnoien nicht, wie Anwohner beklagen. Das s
Eine funktionierende Entwässerung gibt‘s in der Sülzer Siedlung von Gnoien nicht, wie Anwohner beklagen. Das soll sich jetzt ändern. Eberhard Rogmann
Stichtagsregelung im Straßenbau diktiert Termine

Sülzer Siedlung in Gnoien wird zu einer Baustelle

Reicht der symbolische Spatenstich oder muss vor Weihnachten wirklich noch gebaggert werden? Vor dieser Frage steht Gnoien.
Gnoien

Der Weg für den Bau einer neuen Kanalisation in der Sülzer Siedlung von Gnoien ist frei. Die Vollversammlung des Zweckverbands Wasser/Abwasser Mecklenburgische Schweiz hat einen Nachtrag zum Wirtschaftsplan 2019 beschlossen. Damit ist die mit zwei Millionen Euro veranschlagte Investition abgesegnet. Die Eile hat einen triftigen Grund. Für alle noch im laufenden Jahr begonnenen Baumaßnahmen übernimmt das Land Mecklenburg-Vorpommern die fälligen Straßenausbaubeiträge.

Bislang hatten die Anlieger ihren Beitrag für den Straßenbau vor ihrem Grundstück zu leisten. Der Kostensatz, der ihnen auferlegt werden konnte, hing vom Charakter der Straße ab. Bei einer reinen Anliegerstraße ohne Durchgangsverkehr, wie es in der Sülzer Wohnsiedlung der Fall ist, betrug er bis zu 65 Prozent. Da geht es um viel Geld und deshalb war diese Baumaßnahme jahrelang aufgeschoben worden. Dank einer Gesetzesänderung können die Kommunen jetzt auf die Ausbaubeiträge der Bürger verzichten. Das Land erstattet diesen Anteil an der Finanzierung zu hundert Prozent für die Jahre 2018 und 2019.

Bedeutet dies nun, dass die Bewohner der Sülzer Siedlung sich auf eine Winterbaustelle vor der Haustür einrichten müssen? Oder reicht das symbolische Aufstellen eines Bauzaunes um den Baubeginn zu signalisieren? Die Antwort kann Bürgermeister Lars Schwarz derzeit so konkret noch nicht geben. Die Ausschreibung ist zwar schon gelaufen und der Auftrag vergeben. „Aber er ging an eine auswärtige Firma, die wir noch nicht kennen. Wir werden kurzfristig das Gespräch führen und dann in einer Einwohnerversammlung detaillierter informieren“, kündigt das Stadtoberhaupt an. Eines sei aber schon jetzt klar. Es handelt sich um eine Großinvestition und die Bauzeit wird sich auf zwei Jahre erstrecken. „Weil das so ist, sind wir bestrebt, die Einschränkungen für die Anwohner minimal zu halten“, versichert der Bürgermeister. Die Stadt ist an der Finanzierung seinen Worten zufolge mit etwa zehn Prozent beteiligt.

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