Umbau im Stadtwald
Teterow investiert in Eichen

Revierförster Matthias Reit erklärt Vorstellungen für den Waldumbau.
Revierförster Matthias Reit erklärt Vorstellungen für den Waldumbau.
Simone Pagenkopf

Im Kellerholz gibt es exponierte Standorte, die für nachfolgende Generationen fit gemacht werden. Die Stadt steckt gemeinsam mit dem Forstamt Dargun einen Zehn-Jahres-Plan ab.

Eine positive Bilanz hat Revierförster Matthias Reit für das Wirtschaftsjahr 2018 im Teterower Stadtwald gezogen. Zirka 2200 Festmeter Holz wurden gehauen, 3,5 Hektar Fläche aufgeforstet. Zudem seien knapp zwei Kilometer Wege wieder instand gesetzt und 750 Meter laufende Wege neu gebaut bzw. fertiggestellt worden, so der Förster. Ausgaben in Höhe von rund 86.000 Euro standen Einnahmen von 121.000 Euro gegenüber. Macht ein Plus für den Stadthaushalt von 35.000 Euro.

Jetzt stecken die Stadt Teterow und das Forstamt Dargun die Waldbewirtschaftung für die nächsten zehn Jahre ab. Im Kellerholz wird der Wald gerade umgebaut. Auf rund 0,35 Hektar in Höhe des MC Bergrings zum Beispiel wurden 72 Festmeter Fichte geerntet und verkauft. Der Bestand war sehr lückig, teilweise vom Borkenkäfer befallen, Hasel und Brombeere wucherten. „Wir haben uns hier für eine kostengünstige Variante entschieden”, sagt Matthias Reit.

An kommende Generationen denken

Die Fichte ist komplett runter, 1000 Lärchen wurden gepflanzt. „Der Vorteil ist, Lärche wächst sehr schnell.” Aufwendig ist es dagegen auf einer Kuppe am Weg zur Speedwayarena. Dort wurden alte Kiefern gefällt und ca. zwei Hektar vor allem mit Eichen aufgeforstet. Dem Erlös von 11.500 Euro stehen rund 12.000 Euro Kosten gegenüber. Der Revierförster geht zudem von vier Kulturpflegen aus und kalkuliert dafür 6000 Euro. „Wir wollen auch für nachfolgende Generationen vernünftige Bestände entwickeln”, sagt er.

Und etwas Besonderes darf es dabei auch mal sein. Unterhalb des DRK-Heimes gab es vor einem Jahr mächtige Sturmschäden. Jetzt soll auf etwa einem Hektar eine Kunstverjüngung erfolgen. Neben Buche und Lärche schlug Forstamtsleiter Rüdiger Neise Esskastanie und Roteiche vor. Auf dem exponierten Standort wäre die Roteiche im Herbst eine super Kulisse, meint er. Und wies zugleich darauf hin, dass nach Kalamität der Waldumbau bis zu 70 Prozent gefördert wird. Geplant wird für die nächsten zehn Jahre übrigens eine Kunstverjüngung von 30 Hektar Stadtwald.