Für Radfahren und Wandern wirbt die Bergringstadt mit Blick auf die Tourismussaison. Foto: Christin Drühl
Für Radfahren und Wandern wirbt die Bergringstadt mit Blick auf die Tourismussaison. Foto: Christin Drühl Christin Druehl
Auf dem Teterower Burgwall soll in diesem Jahr mit dem Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See ein Slawenfest ge
Auf dem Teterower Burgwall soll in diesem Jahr mit dem Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See ein Slawenfest gefeiert werden. Auch mit der Bauweise des Beobachtungsturms erinnert der Naturpark an die Slawen. Simone Pagenkopf
Saisonvorbereitung

Teterow setzt touristisch auf Outdoor-Angebote

Zog es im vergangenen Sommer auch viele Urlauber in die Region Teterow, verbuchten die meisten Anbieter letztlich doch ein dickes Minus. Sie hoffen 2022 auf eine längere Saison.
Teterow

Einen echten Saisonstart, der in diesem Jahr früher als 2021 gelingen sollte – darauf hofft die Tourismusbranche in MV und hat dafür auch schon Vorschläge auf den Tisch gepackt. Auch in Teterow laufen die Vorbereitungen. Durch die Corona-Pandemie habe sich einmal mehr gezeigt, dass vor allem Outdoor-Angebote in der Region bei Gästen hoch im Kurs stehen. Noch dazu, wenn der Veranstaltungssektor wegbricht. Erholung auf und am Wasser, Naturbeobachtungen, Radeln, Wandern zählt Jana Koch, Leiterin der Teterower Tourist-Information, auf.

Nachholbedarf bei Pflege von Wegen

Die Rad- und Wanderwege bedürfen aber auch einer intensiven Pflege. Jana Koch ist gerade wieder bei einer Bestandsaufnahme, prüft die Tourenvorschläge, die Interessierte auf unterschiedlichen Portalen abrufen können, und kontrolliert die Ausschilderung. Schleifen ließ die Bergringstadt allerdings bisher die Pflege einiger Wegabschnitte. Dabei waren im vergangenen Jahr extra 30.000 Euro für den Philosophenweg und für den Weg der Verliebten im städtischen Haushalt eingeplant worden. Was den Philosophenweg betrifft, soll jetzt gemeinsam mit dem Forstamt Dargun der Ausbau eines Walderlebnispfades angeschoben werden, zu dem er dann gehört. Die Umsetzung dieses Projektes steht aber erst 2023 auf der Agenda.

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Wandern bleibt bei der touristischen Vermarktung der Region ein Schwerpunkt. Unter dem Motto „Naturerlebnis – Sternegucken“ hat die Bergringstadt zudem gemeinsam mit dem Mecklenburger Parkland und dem RUN-Netzwerk ein Werbepaket für die Mecklenburgische Schweiz beim Tourismusverband des Landes gebucht. Da gehört dann zum Beispiel auch ein Slawenfest auf der Burgwallinsel mit rein, das im Mai mit dem Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See gefeiert werden soll. Der Naturpark hat 25-jähriges Jubiläum. Und was das Sternegucken betrifft, weist Jana Koch auf den Astrolehrpfad im Parkland und auf die Sternwarten in Remplin und Demmin. Bis zum April soll übrigens auch wieder die Gästeinformation „Punktlandung“ vorliegen, die diese und mehr Tipps enthält. Intensiviert wird außerdem die Zusammenarbeit mit Rostock, um Tagesausflügler auf Teterow und Umgebung aufmerksam zu machen. In der RostockCard und in der dortigen Kurkarte sind Angebote aus Teterow jetzt mit drin, zum Beispiel fürs Stadtmuseum oder eine Fahrt mit der Barkasse „Regulus“.

Gäste bleiben wegen Corona länger

In Teterow und Umgebung kann die Tourist-Information übrigens rund 900 Betten in verschiedenen Kategorien vermitteln. Von der Ferienwohnung über Hotels und Pensionen bis hin zu Jugendunterkünften. Das ist etwas weniger geworden. „Wir haben viele Vermieter, die altersbedingt aufgeben“, begründet Jana Koch. Unterschiedliche und teilweise im Wochentakt wechselnde Corona-Regeln stellten touristische Leistungsträger aber auch vor große Herausforderungen, fügt sie hinzu. Extrem betroffen waren Anbieter für Jugend-, Gruppen- und Klassenfahrten wie die Jugendherberge und das Bischof-Theissing-Haus. Im Bereich der privaten Vermietungen stand am Ende der Saison 2021 ein Minus von rund acht Prozent bei den Übernachtungszahlen. Zwar waren im Juli, August und September viele Quartiere in der Region sehr gut gebucht – teilweise konnte Gästen kein Angebot mehr gemacht werden –, aber durch den bis in den Frühsommer andauernden Lockdown kamen zwangsläufig viele Stornierungen. „Das aufgelaufene Minus konnte durch das Buchungshoch im Sommer nur teilweise kompensiert werden“, so die Tourismuschefin.

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Geblieben ist in der Corona-Zeit der Trend zu längerfristigen Aufenthalten in Ferienhäusern und Ferienwohnungen. Bei sieben bis 13 Übernachtungen gab es einen Anstieg von 19,8 Prozent, bei zwei Wochen und mehr ein Plus von 15,8 Prozent, resümiert Jana Koch. Fast ein Fünftel aller Buchungen kam im vergangenen Jahr aus Sachsen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen. Aber auch zahlreiche Bayern machten in Teterow und Umgebung Urlaub, am Ende das größte Buchungsplus mit einem Anteil von 4,4 Prozent.

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