Baupläne

Teterow wird neuen Busbahnhof bekommen

Der seit Jahrzehnten verwaiste Güterbahnhof soll zum neuen Busbahnhof werden. Nun liegt der erste Entwurf in den städtischen Fachausschüssen auf dem Tisch.
Ein Bild des Elends ist die Ersatzhaltestelle für die Busse des Nahverkehrs am Teterower Bahnhof. Das soll ein Ende haben
Ein Bild des Elends ist die Ersatzhaltestelle für die Busse des Nahverkehrs am Teterower Bahnhof. Das soll ein Ende haben, denn das Areal wird zum zentralen Busbahnhof umgestaltet. Eberhard Rogmann
Teterow

Die Behelfshaltestelle für die Busse im Nahverkehr am Bahnhof in Teterow macht einen ziemlich tristen Eindruck. Das liegt keineswegs nur an dem regnerischen Dezemberwetter. Das Gelände des einstigen Güterbahnhofes kann seinen Charakter als Ödland nicht verleugnen. Einen Lichtblick konnte indes Christina Mattlat von der Architekten und Stadtplaner GmbH Neubrandenburg den Teterowern dieser Tage aufzeigen. Sie stellte die Entwürfe für den neuen Busbahnhof vor, der auf diesem derzeit noch ungastlichen Areal entstehen soll. Von der bestehenden Zufahrt am einstigen Bahnhofsgebäude ausgehend wird eine große Wendeschleife angelegt. Dort, wo bereits jetzt die Busse abfahren, entstehen drei Haltestellen von je 18 Metern Länge. Dazu werden zwei überdachte Unterstände mit Sitzgelegenheiten errichtet. Vorn bei dem Zugang zu den Bahngleisen wird ein ebenfalls überdachter Fahrradständer sowie ein WC, einschließlich Behindertentoilette, gebaut. Teterow.

Rondell-Mitte soll fürs Parken genutzt werden

Auf der gegenüberliegenden Seite der Wendeschleife sind drei Taxistände vorgesehen sowie vier Stellplätze für Busse. Die Mitte des Rondells wird für Stellplätze genutzt. Es bietet 22 Pkw Platz. Weitere Parkplätze sind im hinteren Bereich vorgesehen. Die Zufahrt erfolgt über die Straße Am Güterbahnhof. Der Plan weist derzeit 38 aus. Diese Anzahl könnte sich allerdings verringern. Denn die Abmessungen erscheinen mit 2,5 Metern Breite sehr gering. Das entspreche zwar der gesetzlichen Norm, wie Jürgen Paries, Vorsitzender im städtischen Bauausschuss, konstatierte. Er akzeptierte allerdings die Kritik, dass es sehr eng zugehen werde, weil heute viele Autos deutlich breiter sind, als damals zugrunde gelegt. Ein Problem sieht die Planerin darin nicht. Wenn die Stadt es wünsche, könnten einige Plätze geopfert werden und damit die verbleibenden mit 2,8 oder gar drei Meter Breite ausgewiesen werden.

Überhaupt wies sie auf den Charakter des Entwurfsplanes hin. Details könnten in der Ausführungsplanung konkretisiert werden. Dafür zeigte Christina Mattlat den Zeithorizont auf. Im Frühjahr 2020 seien die planerischen Vorbereitungen soweit gediehen, dass ein Antrag auf Förderung beim Land gestellt werden könnte. Sobald dieser bewilligt ist, könnte die Ausschreibung erfolgen. Mit dem Bau sei dann 2021 zu rechnen.

„Damit bekommt Teterow endlich ein würdiges Eingangstor“, merkte Herwart Müller (Linke) zu der aufgezeigten Perspektive an. Bürgermeister Andreas Lange blickt indes schon weiter voraus. Er kündigte an, dass die Stadt auch auf dem dahinter liegenden Areal Baurecht schaffen werde, damit das Ödland einer ansprechenden Bebauung weichen kann.

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