Winfried Schneider (links) und Mathias Schmitus treten für die AfD am 26. Mai bei der Kommunalwahl an.
Winfried Schneider (links) und Mathias Schmitus treten für die AfD am 26. Mai bei der Kommunalwahl an. NK-Archiv
Vor den Kommunalwahlen

Teterower AfD-Kandidaten verlassen CDU-Fraktion

Ihre Kandidatur für die AfD hatten Mathias Schmitus und Winfried Schneider eigentlich noch nicht öffentlich machen wollen. Nachdem diese bekannt wurde, ziehen sie Konsequenzen.
Teterow

Mathias Schmitus und Winfried Schneider erklären ihren Austritt aus der CDU-Fraktion der Stadtvertretung Teterow. Anlass ist die Kandidatur der parteilosen Teterower zur anstehenden Kommunalwahl auf der Liste der AfD. Mit ihrer Austrittserklärung wollen sie einem drohenden Ausschluss auf der Fraktionssitzung am Dienstag zuvorkommen.

Schon seit geraumer Zeit hätten sie mit Entscheidungen der Christdemokraten nicht mitgehen können, bekunden beide. „Das hat sich bei der Debatte um das Wohngebiet Am Sägewerk zugespitzt. Da hatten wir eine ganz andere Auffassung, als letztlich von der Fraktion beschlossen“, sagt Schneider. Danach hätten sie sich politisch neu orientiert und Konsequenzen gezogen.

Schneider zur AfD: „Nazis sind das nicht”

Dass sie sich der AfD zuwandten, habe pragmatische Gründe. „Als Einzelbewerber zu kandidieren kam für uns nicht in Frage. Da kann man wenig bewirken ohne Fraktion und auch keine sachkundigen Einwohner berufen – eine erfolgreiche Wahl vorausgesetzt“, macht Mathias Schmitus deutlich. Beide sehen in der AfD eine Partei des rechten Spektrums. „Aber Nazis sind das nicht“, betont Winfried Schneider seinen Standpunkt.

Mit dem Austritt aus der Fraktion verliert er seine Berufung zum sachkundigen Einwohner im Umweltausschuss. Mathias Schmitus hingegen behält sein Mandat als – jetzt fraktionsloser – Stadtvertreter. Aus der CDU war er bereits 2015 ausgetreten.

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