Bocksbergweg

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Teterower Gewerbegebiet wird erweitert

Mehr Platz wird gebraucht im Teterower Gewerbegebiet Bocksbergweg. Dafür soll Ackerfläche umgewidmet werden.
Mehr Platz wird gebraucht im Teterower Gewerbegebiet Bocksbergweg. Dafür soll Ackerfläche umgewidmet werden.
Simone Pagenkopf

Ein Teterower Unternehmen meldete mehr Platzbedarf an und die Stadt will helfen. Dafür soll Acker geopfert und wenn nötig der Kibitz umgesiedelt werden.

Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Kibitz ein Bauvorhaben ausbremst. Der etwa taubengroße Vogel gehört zu den streng geschützten Arten. Die Stadt Teterow will es gar nicht erst drauf ankommen lassen und von vornherein eine Bauverzögerung ausschließen, so Bürgermeister Andreas Lange (parteilos). Und zwar bei der geplanten Erweiterung des Gewerbegebietes Bocksbergweg.

1998 und 2005 sei der Kibitz dort entdeckt, seitdem allerdings nicht mehr nachgewiesen worden. „Zu prüfen, ob er noch da ist, geht erst im Frühjahr nächsten Jahres, wenn er wieder brüten würde. Dann ist aber schon mal ein halbes Jahr weg, deshalb denken wir gleich darüber nach, Ausgleichsfläche zu schaffen“, sagt Planer Uwe Czierlinski. „Und sie wird gefunden“, fügt der Bürgermeister hinzu.

Neue Halle für Kunststofftechnik

In den Fachausschüssen der Stadtvertretung wird aktuell über die Erweiterung des Gewerbegebietes diskutiert. Der Beschluss über den Entwurf und die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes liegt auf dem Tisch. Das Gewerbegebiet soll in nördliche Richtung wachsen. Grund ist, dass das Unternehmen emano circa fünf Hektar Flächenbedarf angemeldet habe, so Czierlinski. Angrenzend an seinen Betriebsstandort wolle es möglichst schnell eine neue Halle bauen.

Erst aber müsse die Änderung des Bebauungsplanes für das Gewerbegebiet Bocksbergweg öffentlich ausgelegt werden und die Stadtvertretung dann darüber beschließen. Vorher gibt es kein Okay von der Bauaufsichtsbehörde. Die Stadt nimmt auch bewusst in Kauf, dass dabei landwirtschaftliche Fläche überbaut wird, „weil die Stärkung eines Gewerbestandortes der strukturschwachen Region Vorteile in Form von Arbeitsplätzen und Steueraufkommen sichert“, wie es unter anderem aus dem Rathaus heißt.