Das bunte Gebäude ist Haus II der Teterower Grundschule. Es soll inklusionsgerecht hergerichtet werden.
Das bunte Gebäude ist Haus II der Teterower Grundschule. Es soll inklusionsgerecht hergerichtet werden. Simone Pagenkopf
Modernisierung

Teterower Grundschule wird im Sommer zur Baustelle

Es soll endlich losgehen mit der Digitalisierung. Zugleich wird Haus II inklusionsgerecht umgebaut. Vorher will die Stadt nun aber doch noch einen anderen Fördertopf anzapfen.
Teterow

Über Geld spricht man lieber noch nicht. Natürlich sei der grobe Rahmen abgesteckt, für die Digitalisierung ihrer Regionalen Schule und Grundschule zum Beispiel plant die Stadt Teterow rund 487.000 Euro. Aber Kostenkalkulationen seien in dieser Zeit mit Vorsicht zu genießen, „es sind Tagespreise“, hieß es im Fachausschuss für Kultur, Schule und Sport. Dort ging es jetzt speziell um die Grundschule, sowohl um die Digitalisierung als auch um anstehende Arbeiten mit Blick auf Inklusion.

Schulumbau für Förderschwerpunkt Hören und Sehen

Start für beides soll mit Beginn der Sommerferien sein. Und zwar in Haus II, also im 1966 gebauten Schulhaus. Schulleiterin Simone Wagner war es von Anfang an wichtig, dass das Haus nicht zweimal zur Baustelle wird. Während Haus I nämlich „nur“ auf digitalen Stand gebracht wird, soll Haus II zugleich so hergerichtet werden, dass es den Anforderungen an eine Schule mit spezifischer Kompetenz – in diesem Fall mit dem Förderschwerpunkt Hören und Sehen – gerecht wird. Denn das ist die Teterower Grundschule.

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Inklusionsgerechter Umbau heißt, dass unter anderem die Fußböden erneuert werden. Gerade in den Fluren sollen besonders rutschfeste Fliesen verlegt werden und es wird ein Bodenleitsystem integriert. Eine neue Eingangstür sowie neue Türen zu den Fluren sind geplant. Ebenso eine Akustikdecke. Spätestens an dieser Stelle ließen sich die Arbeiten ohnehin ganz gut mit baulichen Veränderungen bezüglich der Digitalisierung paaren, geht es doch an die Decken, um dort Leitungen zu verlegen. Beide Schulhäuser bekommen Glasfaser. Das Kabel werde von Haus I nicht nur zum Nachbargebäude, sondern auch zur Turnhalle führen, heißt es. Es stehen also auch Erdarbeiten an. Entsprechend sind drei Ausschreibungen geplant, mit dem Ziel, dass auch kleinere Firmen teilnehmen können und dass sich für die Arbeiten im Sommer auch noch Firmen finden. Allerdings bedarf es noch der vorzeitigen Baugenehmigung, um die Ausschreibung auch rausschicken zu können.

Stadt will Lüfter und CO2-Ampeln installieren

Die Schulleiterin schob gleich noch einen Vorschlag nach: Da Digitalisierung einiges an Stromkosten verursache, regte sie an, auf dem Dach von Haus II gleich eine Photovoltaik-Anlage zu installieren. Das Haus stehe in der Sonne. Auf lange Sicht könnten so Kosten gesenkt werden. Bauamtsleiter Uwe Hohenegger will den Vorschlag gar nicht aus den Augen verlieren, bremste aber erst einmal. Im Zuge der jetzt geplanten Arbeiten würde die Stadt als Schulträger eine Photovoltaik-Anlage nicht gefördert bekommen. Und es müsste auch erst einmal mit der Denkmalpflege gesprochen werden, denn der gesamte Schulkamp sei ein Flächendenkmal, wies er hin.

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Auf einen anderen Fördertopf will die Bergringstadt nun aber doch noch zugreifen. Es geht um Luftfilter für die Schulen. Hieß es erst, dass die Stadt davon absieht, hatten die Stadtvertreter der Verwaltung einen entsprechenden Prüfauftrag erteilt. Kurzfristig gab es einen Vor-Ort-Termin. Fazit ist, dass im Haus I der Grundschule Lüfter installiert werden sollten, weil die Räume recht klein seien. Für Haus II fiel die Entscheidung auf CO2-Ampeln. In der Regionalen Schule könne man sich nur auf Klassenräume konzentrieren, in denen die 5. und 6. Klassen unterrichtet werden, weil die Förderrichtlinie nur für Schüler bis zwölf Jahre ausgelegt sei. „Wir hoffen, dass wir noch in die Förderung reinkommen“, so der Bauamtsleiter.

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