STRAßENVERKEHR

Teterower können Parken bald per Handy bezahlen

Die Stadt plant fürs nächste Jahr neue Parkscheinautomaten. Münzen sind dann zwar nicht tabu, aber zusätzlich hält neue Technik Einzug.
Simone Pagenkopf Simone Pagenkopf
Im nächsten Jahr will die Stadt Teterow neue Parkscheinautomaten aufstellen. Aber nicht mehr so viele wie bisher.
Im nächsten Jahr will die Stadt Teterow neue Parkscheinautomaten aufstellen. Aber nicht mehr so viele wie bisher. Simone Pagenkopf
Teterow.

Wer motorisiert in die Teterower Innenstadt rollt, kann im letzten Monat des Jahres auch auf den sonst kostenpflichtigen Parkplätzen wieder frei parken. Es ist bewährte Praxis, dass die Parkautomaten in der Zeit um Weihnachten und zum Jahreswechsel außer Betrieb genommen werden. In diesem Jahr ab dem 11. Dezember, wie es schon mal aus dem Rathaus heißt.

Dort stellt man die alten Parkscheinautomaten überhaupt auf den Prüfstand. Zum einen, weil es immer wieder Ärger wegen defekter Geräte gibt. Zum anderen, weil sich die Teterower nicht länger neuer Technik verschließen wollen. „Wir planen, neue Automaten aufzustellen und dann zugleich ein sogenanntes Handy-Parken einzurichten“, sagt Ordnungsamtsleiter Robert Meinck. „Diese Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten“, fügt er hinzu. Heißt, Fahrzeugführer sollen künftig auch in Teterow Parkgebühren mit einer Smartphone-App begleichen können. Im nächsten Jahr soll die Einführung erfolgen. Ab wann genau, steht noch nicht fest. Noch sind die Stadtväter dabei, verschiedene Modelle zu prüfen. „Wir möchten, dass die Bürger so wenig wie möglich belastet werden und persönliche Angaben machen müssen“, so Robert Meinck.

Testkommune für Park-O-Pin gewesen

Fast 20 Jahre ist es her, da gehörte Teterow zu den Vorreitern neuer Technik für Parker. Als eine von sechs Testkommunen bundesweit für Park-O-Pin. Zur Erinnerung: Dahinter verbarg sich eine mobile Taschenparkuhr für eine minutengenaue Abrechnung auf gebührenpflichtigen Parkplätzen in der City. 50 Personen fanden sich seinerzeit, um das Gerät auf Herz und Nieren zu prüfen. Allerdings war Park-O-Pin im Jahr darauf völlig überraschend durch den Fachausschuss für Verkehr von Bund und Ländern gestoppt worden. Mittlerweile ist in vielen Städten Handyparken möglich. Das erspart die ständige Suche nach Münzen und in vielen Fällen wird auch nur für die Zeit bezahlt, die man tatsächlich geparkt hat. Die Teterower planen mit dem Aufstellen neuer Automaten, dass das Bezahlen per App möglich ist. Es soll die Parkgebühr am Automaten aber auch weiterhin mit Münzen beglichen werden können, merkt Robert Meinck gleich an.

Die Zahl der Parkscheinautomaten werde auch weiter reduziert – von fünf auf drei. Die Automaten in der Predigerstraße und in der Schulstraße kommen weg. Stadtvertreter Jürgen Paries (SPD) regte in diesem Zusammenhang an, das Parkkonzept insgesamt zu überarbeiten, wo künftig kostenpflichtig geparkt wird und wo nicht.

Erst einmal aber sind ab 11. Dezember alle Parkplätze in der Teterower Innenstadt kostenfrei. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass in dieser Zeit eine Parkscheibe gut sichtbar ins Fahrzeug gelegt werden muss und dass die angegebene Höchstparkdauer unverändert gilt.

 

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