BAUVORHABEN

Teterower müssen über mehr Geld für Sporthallen-Sanierung abstimmen

Geben die Stadtvertreter am Mittwoch das Okay, soll sich in dieser Woche gleich die Umzugsfirma an die Arbeit machen.
Die Sanierung der Turnhalle in Teterow Ost wird teurer als bisher geplant.
Die Sanierung der Turnhalle in Teterow Ost wird teurer als bisher geplant. Simone Pagenkopf
Teterow.

Die Sanierung der Turnhalle in Teterow Ost wird teurer als bisher geplant. 1,94 Millionen Euro hat die Stadt im diesjährigen Haushalt veranschlagt. Am Mittwoch sollen die Stadtvertreter über eine überplanmäßige Ausgabe von gut 567 000 Euro für das Vorhaben befinden. Die Mitglieder des Hauptausschusses gaben bereits grünes Licht. Sie waren in der vergangenen Woche erstmals wieder zu einer Präsenzsitzung im Rathaussaal zusammengekommen. „Einen Nachtragshaushalt haben wir nicht rechtzeitig hinbekommen“, räumte Kämmerin Sigrid Schmaling angesichts Einschränkungen in der Corona-Krise ein. Finanziell gäbe es aber kein Problem. „Wir haben liquide Mittel“, sagte sie.

Höhere Anforderungen an den Bau

Begründet wird die Preiserhöhung in allen Gewerken mit der Vorplanung von vor vier Jahren und mit der wirtschaftlichen Lage. Die Arbeiten seien zu Zeiten ausgeschrieben worden, als die Auftragslage noch sehr gut war. Die Beteiligung von Unternehmen war zum Teil recht dürftig. So soll das Bauhauptlos auch noch einmal aufgeschlüsselt und noch eine beschränkte Ausschreibung nachgezogen werden, hieß es. Durch die Corona-Krise seien aber auch die Anforderungen an den Bau höher. Die Leute müssten mit mehreren Fahrzeugen zur Baustelle gebracht werden. Sanitär-Container mit genügend Waschmöglichkeiten müssten bereitstehen. Zusätzlich ausgeschrieben wurden zudem die Umzugsarbeiten samt Einlagern der Möbel. Da hatte dann auch nur eine Firma ihr Angebot abgegeben.

Decke im Sanitärtrakt wird abmontiert

Kommt das Okay der Stadtvertretung, sollen die Umzugsbauer in dieser Woche loslegen. Sobald die Turnhalle leergeräumt ist, sind die Trockenbauer dran. Als Erstes stehe die Demontage der Decke im Sanitärtrakt an. Es sollen dort ein Raum für den Hausmeister und ein weiterer für die Elektroanlagen abgetrennt werden. Und es wird ein behindertengerechtes Bad eingebaut, dafür müssen zugleich neue Leitungen verlegt werden. Die Halle bekommt eine neue Akustikdecke. Dafür müsse eine ganze Plattform aufgebaut werden. Die Decke werde mit zusätzlichen Stahlträgern verstärkt, um nur einiges zu nennen, was im Zuge der energetischen Sanierung der Turnhalle gemacht wird. Die soll – nach jetzigem Stand – bis Februar geschafft sein.

Das Vorhaben war seit Jahren in der Warteschleife. Erstmals hatte sich die Stadt die Sporthallen-Sanierung 2014 im Zuge ihres Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes auf die Fahnen geschrieben. Seinerzeit wurde der Sanierungsbedarf noch mit rund 1,3 Millionen Euro beziffert. Die Kosten kletterten rasant. Daher laufe auch eine Anfrage, ob eine weitere Förderung möglich ist, hieß es während der Sitzung des Hauptausschusses. Im April 2018 hatte die Stadt einen Förderbescheid über 1,4 Millionen Euro bekommen.

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