RADWEG AUF ALTEM BAHNDAMM

Teterower nehmen erneut Anlauf

Wann, wenn nicht jetzt, fragten sich zwei Bergringstädter. Nach Nordkurier-Berichten über den stillgelegten Bahndamm und gefährdete Radwegpläne, legen sie nach. Sie sammeln Unterschriften und wollen eine Interessengemeinschaft gründen.
Simone Pagenkopf Simone Pagenkopf
Die Teterower Mathias Schmitus (M.) und Hannes Dettmann (r.) haben eine Unterschriftensammlung gestartet, um das Projekt Radweg auf dem alten Bahndamm neu in Fahrt zu bringen.
Die Teterower Mathias Schmitus (M.) und Hannes Dettmann (r.) haben eine Unterschriftensammlung gestartet, um das Projekt Radweg auf dem alten Bahndamm neu in Fahrt zu bringen. Simone Pagenkopf
Teterow.

„Ich würd‘ hier gern gleich zehn Mal unterschreiben“, sagt eine Frau. Macht sie natürlich nicht. Schließlich soll alles korrekt sein. Wofür Teterower - und nicht nur sie - hier ihre Unterschrift geben, liegt ihnen nämlich mächtig am Herzen. Es geht um einen Radweg von Teterow nach Thürkow und möglichst noch weiter bis nach Gnoien. Alle verfügbaren Mittel und Wege sollen ausgeschöpft werden, um eine Fahrradstraße zu realisieren, und zwar vornehmlich auf dem stillgelegten Bahndamm.

Mit diesem Ziel starteten die beiden Teterower Mathias Schmitus und Hannes Dettmann eine Unterschriftensammlung. „Wenn nicht jetzt, wann dann“, sagt Mathias Schmitus. Er hat die jüngsten Nordkurier-Beiträge über den seit Jahren gehegten Wunsch nach einem entsprechenden Radweg vor sich liegen. „Über die Resonanz war ich sehr erstaunt“, gibt er zu. 1641 Leute hatten sich an der Online-Umfrage unserer Zeitung beteiligt. 69,5 Prozent plädierten dafür, den Radwegebau nach Thürkow zu forcieren.

Und dann habe ihm auch der Appell der Geschäftsführerin des Wasser- und Bodenverbandes „Teterower Peene“, Dr. Christina Fähnrich, zu denken gegeben: Wenn die Einheimischen das Projekt noch retten wollen, müssten sich wenigstens ein paar Leute in einer Bürgerinitiative zusammenfinden, um die Sache auf kommunalpolitischer Ebene in Bewegung zu bringen. Auslöser für diesen Appell ist das Ansinnen der Deutschen Bahn, den Damm an mehreren Stellen abzutragen.

Spenden könnten Unterhaltung des Radwegs sichern

„Die Unterschriftenaktion soll zeigen, dass dieses Radwegprojekt von einer breiten öffentlichen Gemeinschaft getragen wird“, sagt Mathias Schmitus. 362 Unterschriften kamen in gut dreieinhalb Stunden zusammen. „Das bestärkt uns natürlich, weiterzumachen“, so Hannes Dettmann. Unterschriftenlisten werden jetzt unter anderem auch in Geschäften und Arztpraxen ausliegen, kündigt er schon mal an. Und auch, dass eine Interessengemeinschaft oder vielleicht auch ein Verein gegründet werden soll. „Teterow bewegen“ - der Name steht schon im Raum. „Vielleicht wird dieser Radweg wirklich so ein Projekt, bei dem die Teterower in Eigeninitiative was schaffen“, meint Hannes Dettmann.

Als Verein könnten auch Spenden eingeworben werden, um auch später die Pflege des Weges zu sichern, überlegt er schon. Die Unterschriftensammlung soll auf jeden Fall noch diesen Monat weiter geführt werden. Und dann an den Bürgerbeauftragten des Landes, Matthias Crone, übergeben werden. Indes hat Hannes Dettmann auch schon mal eine Mail-Adresse eingerichtet. Unter teterow.bewegen@gmail.com können sich Leute melden, die die Radweg-Initiative unterstützen wollen.

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Kommentare (1)

Endlich kommt der Anstoß zu dem tollen Projekt.
So eine schöne Strecke.Durch die Vornutzung sehr geeignet zum Ausbau.
Ich würde es sehr begrüßen,wenn es klappen würde.
Habe früher in Poggelow gewohnt,es war meine Strecke täglich zur Arbeit nach Teterow,weiß also,wovon ich schreibe.