TOTER IN TETEROW

Hier lag die grausig zugerichtete Männerleiche

Der Fund einer Leiche im Stadtwald von Teterow ist schockierend. Dazu, wie der Mann ums Leben kam, könnte es im Laufe des Montags erste Erkenntnisse geben.
Eberhard Rogmann Eberhard Rogmann
dpa
An dieser Stelle in den Heidbergen soll ein 34-jähriger Teterower tot aufgefunden worden sein.
An dieser Stelle in den Heidbergen soll ein 34-jähriger Teterower tot aufgefunden worden sein. Kirsten Gehrke
Teterow.

Der gewaltsame Tod eines 34-Jährigen hat nicht nur in Teterow große Betroffenheit ausgelöst. „Dass hier im Naherholungsgebiet jemand ermordet wird, treibt einem schon kalte Schauer über den Rücken“, sagt eine Frau mittleren Alters. Immerhin sei das Areal auf dem Heidberg mit dem Ehrenmal ein beliebtes Ausflugsziel von Spaziergängern.

Dort hatten am Samstagnachmittag Wanderer die Leiche eines Mannes entdeckt. Wegen starker äußerer Verletzungen geht die Polizei von einem gewaltsamen Tod aus und hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dass der Mann ermordet wurde, steht bislang aber nicht zweifelsfrei fest. Erst im Tagesverlauf will sich die Staatsanwaltschaft Rostock zum Ergebnis der Obduktion, die Aufschluss über die Todesursache geben soll, äußern.

Mehrere Selbsttötungen am Mahnmal

Die äußeren Umstände, unter denen der Tote auf einer Palette liegend gefunden wurde, lassen die Teterower rätseln. Auch der vermeintliche Todeszeitpunkt am Samstagvormittag gibt Anlass zu Spekulationen. Denn zu dieser Zeit ist der Grillplatz dort in der Regel verwaist. „Wenn es da eine Auseinandersetzung gegeben haben sollte, dann doch eher Freitagabend oder in der Nacht“, mutmaßt der Teterower Ulrich Meyn. Vielleicht handelt es sich aber um einen Unfall oder Suizid? Selbsttötungen hat es am Mahnmal wiederholt gegeben.

Jürgen Polland, ein anderer Teterower hält von solchen Spekulationen wenig. Er vertraut auf die Kriminaltechnik. „Der Tote ist ja relativ früh gefunden worden. Da haben die Experten gute Chancen, Spuren und Befunde zu sichern“, meint er. Dass dieses Waldgebiet wegen des Vorfalls gemieden wird, hält er für wenig wahrscheinlich. „Da trifft man kaum jemand, höchstens einen Jogger oder jemanden, der seinen Hund ausführt“, weiß auch Ulrich Meyn aus eigener Erfahrung zu berichten.

Auch nach der Obduktion ist weiter unklar, wie der 34-Jährige zu Tode gekommen ist. Dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion zufolge könne weder Fremd- noch Eigenverschulden ausgeschlossen werden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock am Montag.

In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder spektakuläre Leichenfunde in Mecklenburg-Vorpommern und der Uckermark gegeben. Eine Übersicht finden Sie hier.

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