Gemeinsam mit einer Freundin tourte die Teterowerin Susi Koch (rechts) im Sommer 2021 mit einem neuen Projekt über viele
Gemeinsam mit einer Freundin tourte die Teterowerin Susi Koch (rechts) im Sommer 2021 mit einem neuen Projekt über viele Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern. privat
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Teterower Sängerin trotzt der Corona-Krise mit Ideen

Von der Corona-Krise ist die Kulturszene besonders hart betroffen. Sängerin Susi Koch tourte im Sommer 2021 über Campingplätze und bewirbt sich jetzt für einen Musikpreis.
Teterow

Wenn Susi Koch zum Beginn eines Jahres in ihren Kalender schaut, dann ist der für gewöhnlich für die nächsten Monate vollgepackt mit Terminen. Aber was ist in dieser Zeit schon gewöhnlich? Proben mit ihren Chören in Teterow und Rostock? Können bei einer roten Corona-Ampel nicht stattfinden. Eigene Auftritte und Konzerte? Daran ist im Moment überhaupt nicht zu denken. Und selbst der Gesangsunterricht, den sie hoffnungsvollen Talenten immer wieder gerne gibt, kocht derzeit nur auf Sparflamme. Kaum eine Branche hat die Corona-Krise seit nunmehr knapp zwei Jahren so hart getroffen wie die Kulturszene.

Nun könne man sich in die eigenen vier Wände zurück ziehen und sich täglich Sorgen und Gedanken machen, wie denn wohl die eigene Zukunft aussehen wird, sinniert die aus Teterow stammende und in Rostock lebende Künstlerin. Das entspreche aber so ganz und gar nicht ihrem Charakter. Die Hände in den Schoß legen und das Schicksal über sich ergehen lassen, das kommt für die stimmgewaltige Sängerin überhaupt nicht in Frage.

Nicht nur gesungen, auch fleißig gebastelt

In den vergangenen Monaten hat sie immer wieder einen Weg gefunden, wie sie sich einem Publikum präsentieren kann, was sie anfängt mit der freien Zeit, von der sie viel mehr hatte, als sie es sich jemals hätte vorstellen können. Die Zeit der Krise, das ist für sie die Zeit der neuen Ideen und Projekte. Und davon gab es jede Menge in den vergangenen Monaten. Im Sommer des vergangenen Jahres tourte sie mit einer Freundin im gesamten Bundesland von Campingplatz zu Campingplatz.

Zwischen Zelten und Wohnwagen wurde nicht nur gesungen, sondern auch ganz fleißig gebastelt. „Wir haben Kinder und Erwachsene dazu animiert, aus alten Tetra-Paks, Blechdosen oder Joghurtbechern Instrumente zu bauen und haben dann anschließend gemeinsam musiziert. Eine tolle Erfahrung“, freut sich die Teterowerin. Das Ganze lief sogar so gut, dass die Campingplatz-Tour in diesem Jahr wiederholt werden soll. Wenn es denn die Corona-Situation zulässt.

Konzerte, die habe es im vergangenen Jahr nur in sehr überschaubarem Rahmen gegeben. In ihrer Heimatstadt Teterow zum Beispiel am Hechtbrunnen oder auf dem Innenhof einen Plattenbaus in Rostock. „Auch wenn es nur wenige Konzerte waren, waren sie dafür um so emotionaler und das Publikum war besonders dankbar“, schildert Susi Koch.

Dankbar für jeden Auftritt in dieser Zeit

Natürlich hat die 40-Jährige die freie Zeit auch dafür genutzt, um ihrer wohl größten Leidenschaft nachzugehen: dem Schreiben von Songs. Für einen ganz besonderen Menschen hat sie ein Liebeslied geschrieben, mit dem sie sich jetzt sogar um einen Musikpreis bewirbt. Bei den „German Song Writing Awards“ ist das Lied in der Kategorie „Wedding-Song“ im Rennen. Nein, Langeweile sei in den vergangenen Monaten nicht bei ihr aufgekommen, sagt die Teterowerin.

Dennoch wünscht sie sich nichts mehr, als dass endlich wieder Normalität und Kontinuität Einzug hält in ihr Künstlerleben und dass sich der Terminkalender für das neue Jahr möglichst schnell wieder füllen möge. Dankbar ist sie für jeden Auftritt, der in dieser Zeit möglich ist. „Egal ob Hochzeiten, Familienfeiern oder was auch immer. Hauptsache wieder ein Publikum“, hofft die Teterowerin. Wer Kontakt zu ihr aufnehmen möchte, der erreicht sie unter der E-Mail-Adresse: [email protected]

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