JAHRESVERSAMMLUNG

Teterower Wehr will Rettungsboot anschaffen

Trotz Fahrgastbetrieb und Regatten auf dem Teterower See hat die örtliche Feuerwehr bisher nur ein Ruderboot. Auch die Zahl der Aktiven reicht nicht aus.
Auf dem Teterower See finden immer wieder Regatten statt. Sollte dabei einmal etwas schiefgehen, will die Feuerwehr gerüs
Auf dem Teterower See finden immer wieder Regatten statt. Sollte dabei einmal etwas schiefgehen, will die Feuerwehr gerüstet sein. (Archiv-Bild) Frank Brandes
Für seine 40-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde Eckhard Kutnick (links) mit dem Brandschutzehrenzeichen i
Für seine 40-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde Eckhard Kutnick (links) mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Er war 18 Jahre lang Wehrführer und wechselte jetzt in die Ehrenabteilung. Kirsten Gehrke
Teterow.

Im Spätsommer könnte die Feuerwehr in Teterow mit einem Rettungsboot auf dem See zu Einsätzen fahren. Das kündigte Wehrführer Mathias Saft in der Jahreshauptversammlung an. Es sehe gut aus, dass dieses im Feuerwehrbedarfsplan geforderte Boot in diesem Jahr gekauft werden kann. „Wir haben uns schon ein paar Boote angeguckt“, sagte er. Den Bootsführerschein würden sie bald realisieren. Nun hoffe man, dass auch die Fördermittel fließen.

Auf dem See gebe es Personenschifffahrt und Regatten, sodass ein Rettungsboot vorgehalten werden müsse. Bisher stünde der Wehr nur ein Ruderboot zur Verfügung. Damit komme man im Einsatz nicht weit. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Personalentwicklung. Eine wichtige Aufgabe sei es, mehr Menschen für die Feuerwehr zu begeistern. Denn der Feuerwehrbedarfsplan für die Stadt geht von 68 Aktiven aus, die Teterow für seine Truppe braucht.

Truppenstärke nur 55 Prozent des Bedarfs

Zwar zählt die Wehr insgesamt 72 Mitglieder und ist eine der größten in der Mecklenburgischen Schweiz, aber nur 39 Kameraden davon leisten den aktiven Dienst, das Durchschnittsalter ist 37,1 Jahre. 21 sind Kinder und Jugendliche sowie 12 in der Ehrenabteilung. Die Jugendarbeit sei eine der wichtigsten Aufgaben, um Nachwuchs zu gewinnen, so Saft. So wechselte gerade Jannes Hank von der Jugendwehr in die aktive Truppe und wurde dort am Freitagabend aufgenommen.

Aber das allein reiche nicht. „Im Moment stellen wir 55 Prozent des Bedarfs“, erklärte Saft. Deshalb seien in diesem Jahr viele Aktionen geplant, wo man als Feuerwehr nach draußen geht und für sich wirbt. So wollen sie sich auf verschiedenen Events, wie etwa dem Stadtempfang, präsentieren und das Gespräch mit Unternehmern suchen. Die Wehr wolle Menschen von ihrer Arbeit überzeugen. Bisher sei oft das Problem gewesen, wenn sie Leute ansprachen, dass die sagen, sie hätten dafür keine Zeit. „Wir alle haben auch Frau und Kinder und finden die Zeit“, meinte der 40-Jährige. Die Ausrede mit der Zeit sollte nicht mehr ziehen.

Stolz auf weiblichen Zuwachs

Man hoffe, die Zahl der Aktiven bis in einem Jahr auf 45 erhöhen zu können. Sie scheinen auf einem guten Weg zu sein. „Im letzten Jahr haben vier Frauen zu uns gefunden, da sind wir stolz drauf“, so Saft. Die drei jetzt neu aufgenommenen Männer seien von sich aus auf die Wehr zugekommen. „Das ist doch ein Zeichen, dass wir gute Arbeit leisten.“

 

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