Im Sommer 2021 hatten Tourismuschefin Jana Koch und Bürgermeister Andreas Lange (Mitte) Teterows Bewerbung als Auße
Im Sommer 2021 hatten Tourismuschefin Jana Koch und Bürgermeister Andreas Lange (Mitte) Teterows Bewerbung als Außenstandort der Bundesgartenschau an den Rostocker Umweltsenator Holger Matthäus übergeben. Thomas Koch
Buga-Absage

Teterows Blumenträume sind geplatzt – vorerst

Als Außenstandort der Bundesgartenschau wollte Teterow viele Gäste in eine blühende Bergringstadt locken. Die Absage durch Rostock soll nicht das Ende aller Buga-Projekte sein.
Teterow

Diese Nachricht kam nicht aus heiterem Himmel. Schon seit Wochen standen die Pläne der Hansestadt Rostock, im Jahr 2025 die Bundesgartenschau (Buga) auszurichten, in der Diskussion und auf der Kippe. Seit Mittwochabend ist es nun offiziell: Die Blütenträume der größten Stadt im Land sind ausgeträumt. Die Rostocker Bürgerschaft hat sich mit großer Mehrheit für eine Absage der Buga entschieden. Ein Novum in der 70 jährigen Geschichte der Schau. Die Kosten würden den finanziellen Rahmen sprengen, die geplanten Projekte – unter anderem der Bau einer Brücke über die Warnow – seien bis 2025 nicht umzusetzen, heißt es zur Begründung.

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Teterower Buga-Projekte sollen trotzdem umgesetzt werden

Gut fünfzig Kilometer südöstlich, in der Bergringstadt Teterow, hat man die Kunde aus der Hansestadt am Donnerstag mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Teterow hatte sich im vergangenen Jahr für die Gartenschau als Außenstandort beworben und viel Zeit und Mühe in seine Bewerbung investiert. Auch diese Pläne sind mit der Entscheidung der Rostocker Bürgerschaft vom Tisch. „Für alle Beteiligten ist es schade“, kommentierte Teterows Bürgermeister Andreas Lange (parteilos) die Nachricht von der Ostseeküste.

Und was bedeutet das jetzt für die Projekte, mit denen Teterow sich in die Buga einbringen wollte? Die seien auf keinen Fall gestorben, versichert der Bürgermeister. Alle Vorhaben seien Teil der Stadtentwicklung, an denen werde jetzt unabhängig von der Absage weiter gearbeitet. Dazu gehört unter anderem die Herrichtung eines Walderlebnispfades in den Heidbergen und die Neugestaltung des Schulkamps und des Stadtparks.

Teterow könnte ein eigenes Gartenfest veranstalten

Dass die Entscheidung der Rostocker Bürgerschaft nicht anders ausfallen konnte, habe er sich schon lange gedacht, sagt der Chef des Teterower Gartenmarktes John Dünninghaus, einer der Ideengeber für die Bewerbung der Bergringstadt als Außenstandort. Rostocks Pläne seien einfach zu ambitioniert und unter dem Strich viel zu teuer gewesen. Gerade in einer Zeit, in der die Preise regelrecht explodieren. „Sich als Stadt Teterow in so eine Schau einzubringen, wäre ein Traum gewesen. Es ist wirklich schade“, bedauert Dünninghaus.

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Das sieht auch Teterows Tourismuschefin Jana Koch nicht anders. „Es wäre eine tolle Möglichkeit gewesen, für unsere Stadt überregional die Werbetrommel zu rühren und viele Gäste hierher zu locken“, sagt sie. Den Kopf in den Sand sollte man deshalb aber noch lange nicht stecken, gibt sich Jana Koch gleich wieder optimistisch und hat da auch gleich eine Idee. „Vielleicht sollten wir darüber nachdenken, in drei Jahren selbst ein Gartenfest mit unseren Möglichkeiten zu feiern und zum Beispiel die Veranstaltung „Teterow offen“ im Jahr 2025 unter ein blumiges Motto stellen“, blickt sie schon mal in die Zukunft.

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