SENIORENBEIRAT NEU AUFGESTELLT

Teterows Senioren haben eine starke Lobby

Lobbyarbeit unter positivem Vorzeichen haben sich die 14 Mitglieder des Seniorenbeirats auf die Fahne geschrieben. Sie mischen kräftig mit im gesellschaftlichen Leben von Teterow. Dabei scheuen sie nicht, öffentlich Kritik zu üben an Unzulänglichkeiten.
Eberhard Rogmann Eberhard Rogmann
Heide-Marie Lübbert, Vorsitzende des Seniorenbeirates, resümierte die Tätigkeit des Gremiums während der l
Heide-Marie Lübbert, Vorsitzende des Seniorenbeirates, resümierte die Tätigkeit des Gremiums während der letzten zehn Jahre. Eberhard Rogmann
Dem neu gewählten Vorstand gehören Sigrid Auls, Evelin Dürre, Egon Luth, Ingrid Schönfeld, Herbert Kastner
Dem neu gewählten Vorstand gehören Sigrid Auls, Evelin Dürre, Egon Luth, Ingrid Schönfeld, Herbert Kastner, Christa Lange, Wolfgang Knabe und Marianne Milkereit an. Eberhard Rogmann
Teterow.

Kaffeekränzchen und Schunkelmusik prägen das landläufige Image von Seniorenrunden. Ein Bild, das so gar nicht zu den Mitgliedern des Seniorenbeirates in Teterow passt. Die 14 Damen und Herren treten vielmehr als anpackende und nötigenfalls streitbare Lobbyisten in Erscheinung, wenn es um die Wahrnehmung von Interessen der älteren Generation in der Stadt geht. Sie vertreten eine große Gruppe der Bevölkerung, denn fast 40 Prozent der Teterower sind älter als 60 Jahre. Zumeist sind sie im Ruhestand. Was nicht ausschließt, dass sie sich aktiv ins gesellschaftliche Leben einbringen. Ganz im Gegenteil.

Dabei ist der städtische Beirat eine wichtige Schaltstelle, wie dessen Vorsitzende Heide-Marie Lübbert aufzeigt. Nach zehn Jahren an der Spitze des Gremiums gibt sie ihre Leitungsfunktion ab. Zur Wahl eines neuen Vorstandes war der Beirat am Mittwochabend im Rathaussaal zusammengekommen. In ihrem Resümee betonte Heide-Marie Lübbert zwei Aspekte besonders. Der Seniorenbeirat etablierte sich zu einer anerkannten Institution in der Kommunalpolitik. „Vor zehn Jahren waren wir nur geduldet. Mittlerweile ist unsere Meinung gefragt. Das ist sogar in der Hauptsatzung verbrieft“, konstatierte die Vorsitzende. Im Stadtbild spiegelt sich diese Mitwirkung an verschiedenen Stellen wider. Beispielsweise wenn es um barrierearme Verkehrswege geht. Beiratsmitglied Egon Luth verweist auf die Absenkung von Gehwegborden, den Einbau von taktilen Elementen, die Sehbehinderten an Kreuzungen Orientierung geben, sowie die Optimierung von Ampelphasen. „Da wurden wir einbezogen und die Zusammenarbeit mit dem Bauamt verläuft auf Augenhöhe und unbürokratisch.“

Zum Zweiten verwies Heide-Marie Lübbert auf die Vielfalt der Arbeit: Sportveranstaltungen und Comuterkurse; Informationsrunden zu Themen wie Pflege, Vorsorge, Erbrecht; Gesundheitsforen sowie die Beteiligung an Messen. Markenzeichen des Beirats sind die Seniorenwochen im Frühjahr mit etwa 15 Veranstaltungen und 500 bis 800 Besuchern. Gemeinsam mit der Stadt wird die Seniorenweihnachtsfeier ausgerichtet, in diesem Jahr am 7. Dezember im Kulturhaus. Aktiv sind die Senioren auch über die Stadtgrenzen hinaus durch ihre Mitarbeit in Gremien des Kreises und Kontakte auf Bundesebene. Enge Beziehungen pflegen sie zur Partnerstadt Bad Segeberg. Bürgermeister An-dreas Lange würdigte das Engagement und bedankte sich persönlich bei allen Mitgliedern. In den neuen Vorstand wurden Marianne Milkereit, Wolfgang Knabe, Evelin Dürre, Egon Luth, Herbert Kastner, Sigrid Auls, Christa Lange und Ingrid Schönfeld gewählt.

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