BAUSTELLE MIT EINIGEN UNBEKANNTEN

Tiefbauer in Levitzow auf der Zielgeraden

Sehr verhalten startete im Oktober die Verlegung einer Entwässerung in der Ortsdurchfahrt Levitzow. Mittlerweile kommen die Tiefbauer gut voran, doch den Zeitverzug werden sie nicht ganz aufholen.
Eberhard Rogmann Eberhard Rogmann
Die meisten Rohre liegen schon im Boden. Noch gut hundert Meter muss der Bagger sich auf der Ortsdurchfahrt in Levitzow vorana
Die meisten Rohre liegen schon im Boden. Noch gut hundert Meter muss der Bagger sich auf der Ortsdurchfahrt in Levitzow voranarbeiten. Bis Monatsende soll die Verlegung der Kanalisation abgeschlossen sein. Foto: Eberhard Rogmann Eberhard Rogmann
Levitzow.

„Jetzt ist hier Ruhe.“ Die Stimme von Viola Schröder klingt erleichtert. Sie weist hinüber auf die Baustelle. Dort hat sich ein Bagger auf der Ortsdurchfahrt mittlerweile bis zur Einmündung der Straße Am Mühlenbach herangearbeitet. Etwa zweieinhalb Meter tief gräbt er das Erdreich unter der Straße auf und verlegt die Betonrohre der Regenwasserkanalisation. Noch etwa hundert Meter liegen vor den Tiefbauarbeitern. Von nun ist es Kraftfahrern nicht mehr möglich, sich über die Baustelle zu schleichen. „Einige waren ja so frech und haben die Absperrung eigenhändig beiseite geräumt. Als ich einen jungen Mann mal daraufhin ansprach, erhielt ich zur Antwort, das gehe mich gar nichts an“, berichtet Viola Schröder. Doch dieses Treiben habe sich nun erledigt. Levitzow.

Das sorgt für Aufatmen im Oberdorf jenseits des Gutsparks. „Das Schlimmste war ja gar nicht, dass Leute mit ihren Autos über die Baustelle fuhren. Richtig gefährlich waren diejenigen, die dann regelrecht durch den Ort bretterten. Der Parkweg ist eine schmale, kurvenreiche Straße, einen Gehweg gibt es dort nicht. Das war höchst riskant und verantwortungslos“, brandmarkt Bürgermeister Walter Bommer. Zum Baufortschritt klingen seine Worte mittlerweile zuversichtlicher. Nach der Vollsperrung der Ortsdurchfahrt Anfang Oktober hatte sich das Baugeschehen recht verhalten angelassen. Über zwei Wochen tat sich dort nichts, was erheblichen Unmut hervorrief. Dies nicht von ungefähr, denn wegen weniger hundert Meter Baustelle werden Kraftfahrer auf etliche Kilometer Umleitung geschickt. Doch die Startschwierigkeiten sind überwunden. „Es gab seitens der Baufirma eine Korrektur im Zeitplan. Dennoch gehen wir davon aus, dass noch vor Weihnachten wieder eine Asphaltdecke gezogen wird“, äußert Bürgermeister Bommer. Alle Anstrengungen sollten darauf gerichtet sein, eine offene Winterbaustelle zu vermeiden. Dauerregen oder früh einsetzender Frost könnten diese Zielsetzung indes zunichte machen, räumt er ein.

Verdruss bereitet dem Bürgermeister eine ganz andere Front. Er forcierte die Bemühungen, im Zuge der anstehenden Bauarbeiten gleich die Voraussetzungen für eine Breitbandversorgung im Dorf zu schaffen. Seine Argumentation ist einleuchtend. „Wenn wir jetzt das halbe Dorf aufbuddeln, sollten gleich die Leerrohre für künftige Glasfaserkabel mit verlegt werden. Es wäre doch niemandem zu vermitteln, wenn wir hier in ein oder zwei Jahren erneut anfangen zu graben.“ Das klingt plausibel – in der Theorie. Die Praxis sieht ganz anders aus. Die Telekom winkt ab. Aus Sicht des Konzerns sei das unwirtschaftlich. Der Ort werde auf Kupferleitungen mit 30 bis 50 Mbit/s versorgt. Ein weiterer Ausbau lohne sich nicht. Die Gemeinde kann es finanziell nicht stemmen, in Vorleistung zu gehen. Und die Landwerke? Die verlegen ein Glasfaserkabel zu einem Landwirtschaftsbetrieb in der Seeniederung. Direkt vorbei an einem Wohngebiet, wo derzeit die ersten Häuser errichtet werden. Das Ersuchen der Gemeinde, diese Kunden gleich mit anzubinden, wurde abgelehnt. Begründung: Es wäre förderschädlich.

 

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