:

Tod im Bettkasten bleibt weiter voller Rätsel

In dieser Teterower Wohnanlage wurde die Leiche des 60-Jährigen Mannes im Bettkasten seines Zimmers entdeckt.
In dieser Teterower Wohnanlage wurde die Leiche des 60-Jährigen Mannes im Bettkasten seines Zimmers entdeckt.
Cartsen Büttner

Auch eine zweite Untersuchung hat keine Klarheit gebracht: Wann und wie der 60-jährige Teterower in einer Wohnanlage gestorben ist, lässt sich damit wohl nicht mehr genau feststellen. Dafür gibt es nun aber eine Erklärung, warum die Leiche erst nach Tagen entdeckt worden war.

Am 14. März war die Leiche eines zuvor neun Tage vermissten Teterowers im Bettkasten seines Zimmers in einer Wohnanlage entdeckt worden. Woran der 60-Jährige gestorben ist, lässt sich ebenso wie der Todeszeitpunkt nicht mehr feststellen, erklärte die Staatsanwaltschaft in Rostock am Donnerstag. Auch eine zweite Untersuchung des Leichnams hat damit kein Ergebnis gebracht. Eine unnatürliche Todesursache könne allerdings ausgeschlossen werden, deshalb werden die Ermittlungen jetzt auch eingestellt.

Damit kann nun auch nicht mehr geklärt werden, wie lange der Tote bereits in dem Bettkasten gelegen hatte. Geschäftsführer Goeritz spricht von einem tragischen Unglücksfall. Er kann jetzt aber zumindest erklären, warum in dem Zimmer nicht nach dem Vermissten gesucht worden war. „Unsere Mitarbeiter haben die Polizei so verstanden, dass sie das Zimmer erst einmal nicht mehr betreten sollen. Und daran haben sie sich auch gehalten.“

Das war aber offenbar ein Missverständnis. Die Ermittler hätten das Zimmer – wenn überhaupt – dann höchstens für einen kurzen Zeitraum gesperrt, heißt es von der Polizei. Im Übrigen sei man davon ausgegangen, dass das Heimpersonal alles genau abgesucht hatte, bevor dann bei der Polizei die Vermisstenanzeige erstattet wurde. Die Güstrower Werkstätten wollen den Todesfall nun noch einmal auswerten, wie Hans Martin Goeritz ankündigt.