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Traktorfahrer an Stromausfall schuldlos

Damit Kondenswasser nicht noch einmal für einen Kurzschluss sorgt, wurde in der Trafo-Station ein Lüfter installiert, damit die Anlage wieder trocknet.
Damit Kondenswasser nicht noch einmal für einen Kurzschluss sorgt, wurde in der Trafo-Station ein Lüfter installiert, damit die Anlage wieder trocknet.
Torsten Bengelsdorf

Zwar hatte ein Traktor am Pisedeer Damm am Sonnabend einen Verteilerkasten umgefahren. Dass danach halb Malchin ohne Strom war, hatte aber doch eine ganz andere Ursache. Recherchen des Energieversorgers brachten jetzt eine Überraschung ans Licht.

Keine zwei Minuten hatte es gedauert, da war am Sonnabend für einige Malchiner der Schuldige für den Stromausfall gefunden: Wenn an allen Ecken und Enden in der Stadt wegen des neuen Fernsehkabels gebuddelt wird, ist es doch kein Wunder, dass da auch schnell mal ein Stromkabel zerhackt wird. Das meinte jedenfalls ein Malchiner, der am Sonnabend plötzlich vor einem dunklen Supermarkt stand. Das Dumme nur bei dieser Schuldzuweisung: An dem neuen TV-Kabel wurde am Sonnabend gar nicht gearbeitet.

Was aber dann war die Ursache für den Blackout in weiten Teilen des Stadtgebietes? Die Antwort ist simpel und überraschend zugleich. Schuld ist nach Recherchen der E.dis das ungewöhnlich warme Wetter am vergangenen Sonnabend – bis auf 17 Grad waren in Malchin die Temperaturen angestiegen.

Kurzschluss durch Kondenswasser

Wärme nach einer verregneten Nacht: Da setzt sich überall Kondenswasser ab. So auch innerhalb der Trafo-Station gegenüber der Malchiner Stadtmühle. „Die Feuchtigkeit führte hier zu einem klassischen Kurzschluss“, erläutert Elsholtz. Das sei schon etwas sehr Ungewöhnliches und am Sonnabend auch nur in Malchin aufgetreten.

In der Trafo-Station an der Stadtmühle sei nun ein Lüfter installiert worden, der dafür sorgt, dass die Anlagen wieder trocknen. Außerdem müsse noch ein Schalter gewechselt werden. Davon würden die Malchiner dann aber nichts mehr merken.