Diese Treppe führt hinauf zum Kinder- und Jugendtreff im Malchiner Steintor, der sich bei jüngeren Schülern gro
Diese Treppe führt hinauf zum Kinder- und Jugendtreff im Malchiner Steintor, der sich bei jüngeren Schülern großer Beliebtheit erfreut. Torsten Bengelsdorf
Jugendarbeit

Treff im Steintor wirft für Malchiner Politik weiter Fragen auf

Malchins Kinder- und Jugendtreff sollten nicht nur Grundschüler besuchen, finden die Mitglieder des Schulausschusses Sie würden gern einen Streetworker anstellen.
Malchin

Der Schul- und Sozialausschuss Malchins ist sich immer noch nicht ganz klar darüber, wie er künftig mit dem Kinder- und Jugendtreff im Steintor umgehen soll. Es würden immer noch keine aussagekräftigen Beschlüsse des verantwortlichen Vereins vorliegen, aus denen hervorgeht, dass der Treffpunkt nicht nur für Grundschüler gedacht ist, meinte Ausschussvorsitzender Andreas Teggatz in der ersten Sitzung des Gremiums im neuen Jahr. Genau das hatte der Ausschuss aber im November bemängelt. Mit dem Jugendtreff, den die Stadt finanziell unterstützt, werde nicht die Zielgruppe erreicht, für die die Stadt nach Schließung des Awo-Jugendklubs vor sechs Jahren etwas Neues schaffen wollte, hieß es im November.

Dreifachfinanzierung für Grundschüler nicht optimal

Der Verein, der den Treffpunkt betreibt, hatte sich Ende des vergangenen Jahres neu aufgestellt und in „Kinder und Jugendtreff Malchin“ umbenannt. Man wolle sich damit breiter aufstellen und nicht nur für die Kinder der Grundschule da sein, hieß es dazu.

Doch der Schul- und Sozialausschuss bleibt da offenbar skeptisch. Ausschussmitglied Martin Jahrmärker sprach von einer Dreifachfinanzierung für Grundschüler, die nicht optimal sei. Dabei bezog er sich neben dem Treffpunkt im Steintor auch auf den Hort und die Ganztagsschule. Der Ausschuss hatte sich im November dafür ausgesprochen, dass Malchin wieder einen Streetworker bekommen solle. Doch da dämpfte Stadträtin Manuela Rißer am Dienstagabend die Erwartungen: „Selbst wenn der Kinder- und Jugendtreff wegfällt, reicht das noch nicht für den Streetworker“, sprach sie die Finanzierung an. Beides kommt für die Stadt offenbar nicht in Frage. Malchin habe in diesem Jahr in seinem Haushalt 587.000 Euro weniger zur Verfügung als noch 2021. Da könne sich die Stadt jetzt nicht noch zusätzliche Aufgaben leisten.

Stadt hat 2022 „sehr knappen Haushalt”

Sobald der Verein jetzt ein Konzept für den Steintor-Treff vorlegt, würde sich der Schul- und Sozialausschuss damit beschäftigen, kündigte Andreas Teggatz an.

Stadträtin Rißer stimmte den Ausschuss schon einmal darauf ein, dass Malchin 2022 einen „sehr knappen Haushalt“ haben werde, was sie unter anderem mit der beabsichtigten Erhöhung der Kreisumlage begründete. An den Zuweisungen für Vereine und Verbände wolle die Stadt aber wie in ihrem Haushaltssicherungskonzept vorgesehen festhalten. Ein Streetworker komme darin nicht vor. „Wenn wir das machen wollen, müssten andere Maßnahmen wegfallen“, machte die Stadträtin deutlich.

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