Am letzten Juni-Wochenende war auf dem Gnoiener Festgelände jedes Jahr Hochbetrieb. Doch auch diesmal bleibt die Büh
Am letzten Juni-Wochenende war auf dem Gnoiener Festgelände jedes Jahr Hochbetrieb. Doch auch diesmal bleibt die Bühne leer, das Mühlenfest ist abgesagt. Torsten Bengelsdorf
Absage

Trotz Lockerungen sagt Gnoien Mühlenfest erneut ab

Als einzige Stadt in der Region verzichtet Gnoien auf sein traditionelles Fest-Wochenende. Trotzdem soll in diesem Jahr auf dem Festgelände noch etwas los sein.
Gnoien

Gemunkelt wurde es an der Warbel ja bereits seit längerer Zeit – doch nun ist es amtlich: Die Gnoiener werden das dritte Jahr in Folge auf ihr Mühlenfest verzichten müssen. Das dreitägige Stadtfest wird Ende Juni nicht stattfinden, bestätigte Bürgermeister Lars Schwarz (CDU) jetzt. Und das, obwohl doch gerade das kulturelle Leben wieder überall erwacht. Für die Organisation des Festwochenendes wäre allerdings ein längerer Vorlauf nötig gewesen, der wohl jetzt kaum noch zu schaffen ist. Schwarz ist auch Vorsitzender des Heimatvereins, der das Mühlenfest ausrichtet. Er hatte sich bereits in den vergangenen Wochen, als noch strenge Corona-Regeln galten, skeptisch zum Mühlenfest in diesem Jahr geäußert. Im nächsten Jahr solle es aber wieder organisiert werden, versichert der Bürgermeister.

Gnoien ist damit die einzige Stadt in der Region, die ihr traditionelles Stadtfest absagt. Allerdings: Ganz aufs Feiern sollen die Gnoiener nun doch nicht verzichten müssen. Auf dem Mühlenfest-Gelände ist in diesem Jahr zumindest ein Konzert geplant. Wann genau und mit wem, stehe aber noch nicht fest. Auch zu einem ihrer Wahrzeichen will die Warbelstadt in diesem Jahr noch zu einem besonderen Ereignis einladen. Schwarz nennt es „Wasserturm in Flammen“, wobei der „rote Riese“ am Stadtrand mit Feuerwerkskörpern oder aber einer Laser-Show so richtig in Szene gesetzt werden soll.

In diesem Jahr wird mehr gewandert als sonst

Auch bleibt Gnoiens Veranstaltungskalender am letzten Juni-Wochenende trotz der Mühlenfest-Absage nicht leer. Am Abend des 25. Juni können Einwohner und Gäste der Stadt nach zwei Jahren Corona-Zwangspause erstmals wieder auf eine Kulturnacht-Wanderung gehen. Darauf hat sich das Organisations-Team gerade geeinigt. Allerdings werde diesmal noch etwas mehr gewandert als in den Vorjahren. „Wir wollen einen Teil der Veranstaltung nach draußen verlegen, weil ein überfüllter Rathaussaal vielleicht doch noch etwas heikel ist“, sagt die Sprecherin der Kulturnacht Beate Kraekel. Es würden allerdings wie gewohnt wieder vier Kultur-Stationen vorbereitet, zu denen die Wanderung führen soll.

Im Gegensatz zu Gnoien können sich die Teterower freuen, dass sie am 18. und 19. Juni nach zweijähriger Pause endlich wieder ihr Hechtfest feiern können. Warum das Fest nicht zum traditionellen Termin am Wochenende nach dem Herrentag stattfindet, das ist allerdings unklar. Nach Aussage von Bürgermeister Andreas Lange (parteilos) habe es den Termin 28. bis 29. Mai nie gegeben. Was so manchen Teterower wundert, weil dieses Datum schon in diversen Publikationen die Runde machte. Wenn man beim Hechtfest nun auch mit der Tradition bricht, im Ortsteil Teschow wird wie gewohnt am Herrentag (26. Mai) das „Himmelfahrtsvergnügen“ gefeiert.

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