MÜLL, MÖBEL, MÖRDER

Umweltsünden und Geschmiere am Waldrand

Unbekannte haben bei Klein Wokern ihren Müll in die Natur geworfen. Und ein Jäger wurde mit einer Anschuldigung ins Visier genommen.
Eberhard Rogmann Eberhard Rogmann
Von wegen Einsamkeit im Wald. Die Lichtung im Mischwald wird zur ideologischen Kampfzone.
Von wegen Einsamkeit im Wald. Die Lichtung im Mischwald wird zur ideologischen Kampfzone. Eberhard Rogmann
Am Rande eines Solls am Weg nach Wotrum  hat jemand alte Möbel abgeladen.
Am Rande eines Solls am Weg nach Wotrum hat jemand alte Möbel abgeladen. Eberhard Rogmann
Teppichreste am Waldrand. Sogar über den Wildschutzzaum in den Wald wurde ein Teil des Abfalls am Weg von Klein Wokern nach Mamerow geworfen.
Teppichreste am Waldrand. Sogar über den Wildschutzzaum in den Wald wurde ein Teil des Abfalls am Weg von Klein Wokern nach Mamerow geworfen. Eberhard Rogmann
Klein Wokern.

Auf dem Weg in sein Revier will der Jagdpächter Reinhard Bischoff seinen Augen nicht trauen. „Wer macht denn so etwas?“ fragt der Teterower sich verdutzt. Nur wenige hundert Meter abseits der Bundesstraße 104 bei Klein Wokern in Richtung Wotrum liegt ein großer Sperrmüllhaufen in der Landschaft. Hier hat offenbar jemand eine gesamte Zimmereinrichtung entsorgt. Möbelspanplatten wurden direkt vom Fahrzeug an der Böschung eines Solls abgeworfen. „Bequemer kann man es kaum haben“, merkt Bischoff sarkastisch an.

Reinhard Bischoff kann die Beweggründe nicht nachvollziehen. „Wenn er den Abfall schon aufgeladen hat, kann er doch die paar Kilometer bis Teterow fahren und die Ladung dort auf dem Wertstoffhof kostenfrei abliefern.“ Denn eines steht für ihn außer Zweifel: Der Umweltsünder kam nicht aus Teterow oder Lalendorf. Zu vermuten sei, dass er aus dem näheren Umfeld stammt.

Nur eine ideologische Kampfansage?

Und es ist nicht der einzige Vorfall seiner Art ist. Am Verbindungsweg von Klein Wokern Richtung Mamerow sieht es nicht besser aus. Dort häufen sich am Waldrand ganze Rollen alter Auslegware. Etliche blaue Säcke mit Abfällen wurden über einen Wildschutzzaun in den Wald geworfen.

Doch auch die Jäger werden aufs Korn genommen. Derzeit nur symbolisch, aber dafür nicht weniger aggressiv. So entdeckte Reinhard Bischoff dieser Tage ein Graffito an einem Futterbehälter auf einer einsamen Waldlichtung. „Mörder“ hatte jemand mit roter Farbe darauf gesprüht und dem „ö“ die Gestalt eines Fadenkreuzes gegeben.

Muss der Jäger das persönlich nehmen oder ist es eine ideologische Kampfansage? Schwer zu deuten, meint der Betroffene. Dennoch ist er besorgt.

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